Evelyn Burdecki hat das Dschungelcamp gewonnen. Foto: RTL

Das 13. RTL-Dschungelcamp ist vorbei - und auf dem Thron sitzt eine neue Königin: Evelyn Burdecki holte sich in der Show die meisten Zuschauerstimmen, die Krone und 100 000 Euro. Mit dem Preisgeld hat die 30-Jährige viel vor.

Berlin/Coolangatta - Der RTL-Dschungel hat eine neue Königin - und die will jetzt Brunnen bauen, studieren und ganz viele Bücher kaufen: Evelyn Burdecki schnappte sich nach rund zwei Wochen Dschungelcamp die Krone und 100 000 Euro Preisgeld. Die 30-Jährige gewann in der Nacht zu Sonntag die 13. Staffel der RTL-Show „Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!“. Platz zwei ging an Schauspieler Felix van Deventer (22, „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“), Dritter wurde Schlagersänger Peter Orloff (74).

Im vergangenen Jahr hatte sich Jenny Frankhauser, Influencerin und Halbschwester von TV-Sternchen Daniela Katzenberger, den Titel geholt.

Eine unterhaltsame Insassin des Dschungelcamps

Dschungelqueen Evelyn, der allein auf Instagram mehr als 350 000 Menschen folgen, gehörte mit ihren oft ahnungslosen Sprüchen zu den unterhaltsamsten Insassen des Camps in Australien. Alles nur gespielt oder ist sie wirklich so? „Ich glaube, spätestens jetzt weiß man, dass ich so bin“, sagte die Ex-„Bachelor“-Kandidatin nach der Krönung im Fernsehen. Sie sei ohne Strategie in die Show gegangen, erzählte die blonde Düsseldorferin, die bereits an verschiedenen Reality-TV-Formaten teilnahm, nach dem Finale der Deutschen Presse-Agentur. „Ich bin einfach in den Dschungel gestolpert.“

Mit im Schnitt 6,35 Millionen Zuschauer (Marktanteil 29,4 Prozent) erreichte das Finale (22.15 Uhr) die beste Einschaltquote der 16 Folgen - es war aber das reichweitenschwächste Finale seit der zweiten Staffel 2004 (in dem Jahr gab es zwei Staffeln).

Zweitschwächste Staffel nach 2008

Insgesamt war es quotenmäßig die zweitschwächste Staffel des Dschungelcamps nach 2008. Trotzdem ist das Dschungelcamp für RTL mit im Schnitt 5,37 Millionen Zuschauern und einem durchschnittlichen Marktanteil von 24,2 Prozent beim Gesamtpublikum nach wie vor wohl ein lohnendes Format.

Zwölf Kandidaten waren am 11. Januar angetreten, als erster musste Ex-„Bachelorette“-Teilnehmer Domenico De Cicco wieder gehen. Dabei hatten sich Fans vom Aufeinandertreffen von De Cicco und Burdecki einiges versprochen, schließlich waren die beiden in der Sendung „Bachelor in Paradise“ ein Paar.

Ekelparade mit Würgereiz und Brechattacken

Der nächste Abgang kam mit Ex-Erotiksternchen Sibylle Rauch, gefolgt von „Alf“-Synchronstimme Tommi Piper, der Ex-„Germany’s Next Topmodel“-Kandidatin Gisele Oppermann, Sex-Ratgeberin Leila Lowfire, Schauspielerin Doreen Dietel, „Currywurstmann“ Chris Töpperwien, Fitnesscoach Bastian Yotta und Bob-Olympiasiegerin Sandra Kiriasis.

Bevor die Moderatoren Sonja Zietlow und Daniel Hartwich in der Finalshow das Ergebnis der Abstimmung (im Vorfinale 46,14 Prozent für Evelyn, dann 60,45 Prozent) verkündeten, gab es noch einmal eine Ekelparade mit Würgereiz und Brechattacken: Zu einer letzten Dschungelprüfung musste jeder der drei letzten Teilnehmer antreten - Sterne für das Drei-Gänge-Finalistendinner sollten erkämpft und die Zuschauer noch mal von der Befähigung zum Dschungelkönig überzeugt werden.

Auge in Auge mit Krokodilen und Kakerlaken

Peter erschreckte auf allen Vieren durch Boxen krabbelnd ein paar Krokodile und verärgerte einen fauchenden Waran, hielt sich aber selbst für „Crocodile Dundee“ und holte alle fünf Sterne. Felix steckte seinen Kopf in Glaskästen, um mit der Zunge Sterne abzuschrauben - empfangen wurde er etwa von Kakerlaken und Schlammkrabben, zumindest eine von letzteren schnappte zu. Er schaffte vier Sterne.

Schnell zuschnappen musste auch Evelyn, um jede der ihr aufgetischten Dschungel-TV-Delikatessen schleunigst in den Magen zu befördern - möglichst ohne nachzudenken, als ihr etwa Lammhirn serviert wurde. Auch wenn Moderatorin Zietlow darauf hinwies: „In 60 Sekunden kannst du dir sehr viel Hirn anessen.“ Das Hirn aber musste wieder raus: schlucken, würgen, brechen.

Lebenden Skorpion verspeist

Nachdem Evelyn zuvor schon Schweinelunge nicht runter bekam, sollte es nun mit anderen Ekel-Happen klappen - oder wie Evelyn sagte: „durch die Zunge in die Lunge“. Sie mampfte einen noch lebenden Skorpion, kaute sich durch ein Stück Kamelpenis und schüttete blitzschnell einen Drink aus Mehlwürmern, Kakerlaken, Grillen und Kuh-Urin runter. Ergebnis: drei Sterne - und am Ende die Krone.

„Ich hätte das niemals im Leben gedacht“, sagte sie später. Sie habe das Camp einfach als „Buschfrau“ wieder verlassen wollen. „Ich bin ohne Strategie da reingegangen, bin reingestolpert, hingefallen und jetzt in die Krone geflogen.“ Und sie sei voller Mückenstiche, bringe also „Dschungelnarben“ mit nach Hause.

Mit den 100 000 Euro Preisgeld - die es erstmals für den Sieg gab - will sie einen „Herzenswunsch“ realisieren und Brunnen bauen - für Menschen ohne Wasser. „Ich weiß noch nicht, wie, wo und wann, aber ich werde das jetzt alles organisieren.“ Außerdem wolle sie studieren gehen, in „ganz viele Bücher“ Geld investieren und ihre Eltern und Freundinnen in den Urlaub einladen.

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