Auch zum Fußballgucken bei großen Turnieren war die Rote Kapelle am Feuersee sehr beliebt. Foto: Lichtgut/Julian Rettig

Die Rote Kapelle am Feuersee fällt der Corona-Krise zum Opfer: Am 16. August schließt das Lokal, das Kneipe, Restaurant und Tapas-Bar in einem war, für immer.

Stuttgart - Der Zettel, der in der Roten Kapelle im Fenster hängt, er wird so manchem das Herz brechen: Darin wird mitgeteilt, dass das Lokal zum 16. August schließen wird. „Es gab für uns keine Alternative zu diesem Schritt“, schreibt Inhaberin Cordelia Seitz. „Die Wirtschaftlichkeit eines Betriebes in unserer Größenordnung ist bei Corona-bedingt sinkenden Umsätzen und gleichbleibend hohen Fixkosten einfach nicht gegeben.“

Fast 20 Jahre gab es das Lokal, das Kneipe, Restaurant und Tapas-Bar in einem war, an der Ecke zwischen Rotebühlstraße und dem Feuersee. Für viele, nicht nur im Westen beheimatete, war die Rote Kapelle ihr Stammlokal.

Inhaberin bedankt sich bei ihren Gästen

In ihrem emotionalen Abschiedsbrief bedankt sich Seitz bei ihren Gästen: „Bei den zeitungslesenden, frühen Gästen (...), bei den meist noch verschlafenen Angestellten der umliegenden Versicherungen (...), bei den mittlerweile Generationen von Kindern (...), bei den vielen Schülerinnen und Schülern der umliegenden Schulen, die bei uns auf gemeinsam bestandene Prüfungen angestoßen haben.“

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Die Rote Kapelle, sie wird fehlen. Das kann man auch an den vielen Kommentaren ablesen, die Seitz Abschiedsbrief auf Facebook bekommen hat: „20 Jahre... ich war seit dem ersten Tag immer wieder da. Arbeite um die Ecke, die Anlaufstelle. So traurig“, schreibt eine Userin. „Was für ein herzensergreifender Abschiedstext. Schade, dass es aufgeben muss. Bleibt aber immer in unserem Herzen“, heißt es in einem anderen Kommentar.

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