Ein Bild aus besseren Tagen: Rot-Weiß Erfurt in der dritten Liga zu Gast bei den Stuttgarter Kickers. Foto: Pressefoto Baumann/Hansjürgen Britsch

Bittere Nachricht für die Fans von Rot-Weiß Erfurt: Der Traditionsverein steht endgültig vor dem Aus. Am Montag soll die Profi-Mannschaft abgemeldet werden. Geplant ist ein Neustart in der Oberliga.

Erfurt - Der insolvente Fußball-Regionalligist Rot-Weiß Erfurt steht endgültig vor dem Aus und wird seine Profi-Mannschaft voraussichtlich am Montag abmelden. Das teilte Insolvenzverwalter Volker Reinhardt am Freitag mit, nachdem er die Mannschaft informiert hatte. Damit stünde Erfurt als Absteiger aus der Regionalliga Nordost fest. „Wenn sich bis einschließlich Sonntag keine Lösung abzeichnet, muss ich die Reißleine ziehen“, sagte Reinhardt: „Wir wollen den Spielern unbedingt die Möglichkeit erhalten, zu einem anderen Verein zu wechseln.“

In der kommenden Saison soll es einen Neustart in der Oberliga geben. „Hierfür gibt es bereits Interessenten. Wir sind im Gespräch“, sagte Reinhardt. Dem Anwalt war es nicht gelungen, einen neuen Investor zu finden, nachdem der bisherige Hauptinvestor seine Zahlungen eingestellt hatte.

Verhandlungen mit Investoren aus der Schweiz

Am vergangenen Donnerstag hatte Reinhardt darüber informiert, dass der Club die Spielergehälter vom Dezember nicht mehr zahlen konnte, weil der Hauptinvestor Zahlungen blockiere. Zudem meldete der Insolvenzverwalter Massenunzulänglichkeit an, da aktuell auflaufende Rechnungen nicht beglichen werden konnten. Zuletzt hatte Reinhardt mit interessierten Investoren aus der Schweiz verhandelt.

Noch am Freitag hatte Reinhardt einen juristischen Erfolg verbuchen können. Das Amtsgericht Erfurt verweigerte die vom Hauptinvestor geforderte Absetzung des Insolvenzverwalters.

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