Die Bundesstraße 10 wird zwischen dem Wender der B 14 und der Rosensteinbrücke in Bad Cannstatt für Autofahrer erneut zur Sperrzone Foto: Lichtgut/Achim Zweygarth

An diesem Wochenende ist ein Teilstück der B 10 im Bereich der Wilhelma voll gesperrt. Zum vierten Mal seit Baubeginn. Auch die Stadtbahnlinie U 14 ist unterbrochen.

Stuttgart - Ralf Thomas kann nur hoffen. „Hoffen, dass sich die Autofahrer auch an die Umleitungshinweise halten“, sagt der Chef der Integrierten Verkehrsleitzentrale. Denn am Wochenende müssen sich die Verkehrsteilnehmer zwischen Wilhelma und Neckarpark wieder einmal umorientieren – und auf einige Behinderungen gefasst machen. Die Bundesstraße 10 wird zwischen dem Wender der B 14 und der Rosensteinbrücke in Bad Cannstatt für Autofahrer erneut zur Sperrzone. Auch die Fahrgäste der Stadtbahnlinie U 14 müssen mit Unannehmlichkeiten rechnen: Die Schienenstrecke zwischen Mineralbäder und Kraftwerk Münster ist unterbrochen. Ersatzbusse müssen die Lücke füllen.

Grund ist das 275 Millionen Euro teure Straßenbauprojekt des Rosensteintunnels. Im Bereich der Wilhelma ist von Freitag, 20 Uhr, bis Montag, 5 Uhr, ein weiterer Abschnitt fällig – Bauarbeiten für das Stadtbahngleis in Richtung Münster und Mühlhausen. Schienen, Weichen, Signaltechnik, dazu Kanalbau und Abbau einer Baustellenrampe am Tunnel. „Und das alles, damit wir Ende Juli auch die neue Stadtbahn-Haltestelle Wilhelma in Betrieb nehmen können“, sagt Christian Buch vom städtischen Tiefbauamt.

Besser übers Neckarparkdreieck

Die vierte Vollsperrung seit 2014 dürfte aber nicht so gravierend wie sonst ausfallen: Der Verkehr auf der B 14 Richtung Innenstadt ist nicht betroffen. Der B-14-Wender kurz vor der Wilhelma „bleibt nämlich offen“, sagt Buch. Das ist allerdings auch der Grund, warum Verkehrslenker Thomas auf die Akzeptanz der Umleitung nur hoffen kann. Besser sei es nämlich, nicht bis zur Abfahrt der Gaisburger Brücke zu fahren – sondern schon vorher abzubiegen: „Am besten kommt man durch, wenn man schon am Neckarparkdreieck abfährt“, sagt Thomas, „so empfiehlt es auch unser Leitsystem.“

Ortskundige Fahrer müssten freilich gegen Gewohnheiten handeln: Sie müssten statt Richtung Stuttgart-Ost zunächst kurz auf die B 14 Richtung Fellbach, dann auf die Benz- und weiter zur Mercedesstraße. „Diese Strecke hat in der Vergangenheit den Umleitungsverkehr durchaus bewältigen können“, sagt Thomas. Der Weg über die Gaisburger Brücke dagegen sei nicht so leistungsfähig.

Trickreicher Weg zum Wilhelma-Parkhaus

Immerhin: Zum Glück gibt es kein VfB-Heimspiel und keine Großveranstaltung in den Hallen des Neckarparks mit einem geballten Verkehrsaufkommen. „Das erleichtert schon vieles“, sagt Thomas. Der Besucherandrang zum Jubiläum des Mercedes-Museums sei über den Tag verteilt, und ein Handball-EM-Qualifikationsspiel der Frauen in der Porsche-Arena findet am Sonntagvormittag statt.

Das Parkhaus der Wilhelma ist übrigens erreichbar – allerdings nur für die Rechtsabbieger von der König-Karls-Brücke aus Richtung Bad Cannstatt. Eine gute Alternative am Wochenende ist aber das Mahle-Parkhaus.

Die Ersatzbusse heißen „U 14 E“

Wer am Samstag und Sonntag mit der Stadtbahn U 14 unterwegs ist, muss sich ebenfalls umstellen. Die Strecke zwischen Mineralbäder und Kraftwerk Münster ist nämlich unterbrochen. Im Bereich der Wilhelma wird das zweite Gleis auf den künftigen Weg verlegt, werden Weichen eingebaut und die Signalanlagen vorbereitet. Bis Ende Juli, vor den Sommerferien, soll die neue Haltestelle Wilhelma fertiggestellt sein.

Dafür müssen die Fahrgäste von Samstag, 0.50 Uhr, bis Montag, 4 Uhr, erst einmal Einschränkungen in Kauf nehmen. „Die U 14 wird dann zum Wilhelmsplatz Bad Cannstatt fahren“, sagt Hans-Joachim Knupfer, Sprecher der Stuttgarter Straßenbahnen (SSB), „von dort pendeln die Ersatzbusse zum Kraftwerk Münster.“ Wer diese Busse benutzen will, sollte sich deren Liniennummer merken: U 14 E.

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