Was ist aus dem ehemaligen Romy S. geworden? Der Betreiber hat einige Details verraten. Unter anderem: Es wird heller und bunter. Foto: Horst Rudel

Das Billie Jean löst den Kultclub Romy S. in der Langen Straße 7 in Stuttgart ab. Bald beginnen die Eröffnungspartys. Musikalisch und optisch wird sich einiges verändert haben.

Stuttgart - Yusuf Oksaz war 12 Jahre alt, als Michael Jacksons Popsong „Billie Jean“ zum ersten Mal aus den Lautsprechern tönte. Darum tauft er seinen neuen Club, der das Romy S. an der Langen Straße 7 beerbt und Anfang Januar schloss auf den Namen „Billie Jean“. „Damit erfülle ich mir einen Jugendtraum“, sagt Oksaz gegenüber unser Zeitung. Seit Beginn der Umbauten vor einem Monat stand er demnach fast täglich bis spät in die Nacht auf der Baustelle.

Das Ergebnis: Ein Club, der Farbe bekennen möchte. Wände, Böden, Bars, alles soll in Farbe getaucht werden. „Es ist jetzt nicht mehr dunkel“, sagt Oksaz. Das DJ-Pult, eine Kanzel in der Mitte des Raumes, soll unmittelbare Nähe zu den Musikern vermitteln. „Die Gäste können um den DJ herum tanzen.“ Separate Lounges sollen hingegen einen „exklusiven Rückzugsort“ für die Besucher bieten.

Die Besucher erwarten jedoch nicht nur bauliche Veränderungen. Auch die musikalische Ausrichtung wird eine ganz andere sein. Fortan wird aus der Langen Straße kein Elektro mehr schallen, sondern vorwiegend HipHop und RnB.

Es soll humorvoll werden

Unter dem Motto „KoolKids“ sollen künftig jeden Freitag Partys mit HipHop- und RnB-Musik steigen. Eine Veranstaltungsagentur wird diese organisieren. Sie will „weg vom altbekannten Prinzip ‚Promo-Video mit hübschen Girls und reichlich Champagner’ zu einem neuen, eher humorvollen Ansatz“, steht in einer Event-Beschreibung. Damit wolle man auch jüngere Zielgruppen zwischen 18 und 25 Jahren ansprechen. Mit Memes, lustigen Internet-Bildern und -Videos, will die Agentur auf einem Instagram-Account die DJs vorstellen. Der Startschuss für „KoolKids“ im Billie Jean fällt am Freitag, den 22. Februar.

Ungehemmtes Feiern ohne High Heels

Samstags werden Partys unter dem Motto „Montana“ stehen. „Montana steht für ein fiktives Tumblr Girl, das den lockeren Lifestyle des amerikanischen Westens in die schwäbische Hauptstadt bringt“, so in der Event-Beschreibung weiter. Im Fokus solle das Gefühl von ungehemmtem Feiern stehen, ohne „einem High Heel-Prestige gerecht werden zu müssen.“ Bei den „Montana“-Partys will Oksaz seine Gäste mit Polaroid-Fotos und anderen Geschenken überraschen.

Musikalisch werden sie sich von den Kool Kids-Partys unterschieden: „Freitags läuft Hip Hop, Samstag sind wir auch offen für andere Genres“, sagt Oksaz. Außerdem sei die Zielgruppe ein wenig älter, das Motto richte sich eher an 22 bis 35-Jährige. Es seien auch größere Acts mit DJs aus Deutschland, Kanada und den USA geplant. Am Samstag, den 23. Februar, wird die erste „Montana“-Party steigen.

Oksaz eröffnet mit Billie Jean seinen vierten Stuttgarter Club mit Frauennamen. Er betreibt außerdem das Dilayla und Mrs. Jones. Der Eintritt in „Billie Jean“ soll je nach Veranstaltung und DJ maximal 12 Euro kosten.

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