Laut der Zeitung „Corriere della Sera“ gibt es in Rom noch 21 Kutscher mit einer offiziellen Lizenz. Foto: Petra Kaminsky/dpa

Für viele Touristen gehören die Pferdekutschen zum pittoresken Stadtbild Roms. Doch nun hat der Gemeinderat der Ewigen Stadt die umstrittenen „Botticelle“ von den öffentlichen Straßen verbannt.

Rom - Rom verbannt seine umstrittenen Pferdekutschen von der Straße in drei große Parks. Bürgermeisterin Virginia Raggi von der Fünf-Sterne-Bewegung sprach nach einem Beschluss des Gemeinderats am Dienstag von einem „historischen Meilenstein“ für eine moderne und tier- und umweltfreundliche Stadt.

Über die Pferdekutschen, die „Botticelle“, war in Italiens Hauptstadt seit Jahren gestritten worden. Der Beschluss des Gemeinderats sieht nun vor, dass die Kutschen, die bisher Touristen zu Sehenswürdigkeiten wie dem Kolosseum kutschierten, nun nur noch in drei großen Parkanlagen fahren dürfen.

Nur noch 21 Kutscher mit Lizenz in Rom

Die Kutscher dürfen zudem nur noch bestimmte Pferderassen nutzen. Die Tiere müssen Pausen und nach sieben Stunden Feierabend machen. Bei Temperaturen über 30 Grad dürfen die Kutschen gar nicht fahren. Bei Verstößen gegen die neuen Regeln, die außerdem regelmäßige Untersuchungen durch Tierärzte vorsehen, drohen den Kutschern Geldstrafen bis 500 Euro oder der Entzug ihrer Lizenz.

Laut der Zeitung „Corriere della Sera“ gibt es in Rom noch 21 Kutscher mit einer offiziellen Lizenz. Sie sollen als Ausgleich nun eine Taxi-Lizenz beantragen können.

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