Demonstranten halten auf dem Petersplatz Bilder von der seit 1983 verschwundenen 15-jährigen Tochter eines Vatikan-Hofdieners, Emanuela Orlandi, in die Höhe. Foto: AP

Der Fund menschlicher Überreste auf einem Grundstück des Vatikans hat Hoffnungen genährt, einen 35 Jahre alten Kriminalfall aufzuklären.

Rom - In einem Gebäude des Vatikans in Rom sind menschliche Knochen entdeckt worden. Der Fund sei während Renovierungsarbeiten bei der vatikanischen Botschaft gemacht und den Behörden gemeldet worden, teilte der Heilige Stuhl am Dienstagabend mit.

Obwohl zunächst unklar war, zu wem die Knochen gehörten, stellten italienische Medien die Verbindung zu einem ungelösten Vermisstenfall aus den 80er Jahren her. 1983 war die 15-jährige Tochter eines Vatikan-Hofdieners, Emanuela Orlandi, spurlos verschwunden. Das Mädchen war nach der Musikschule nicht mehr nach Hause gekommen. Da es bis heute keine Beweise für sein Schicksal gibt, ranken sich seit Jahrzehnten Gerüchte und Verschwörungstheorien um den Fall.

Dem Vatikan zufolge sollen Kriminaltechniker der Polizei nun feststellen, auf welches Alter und welches Geschlecht die Knochen schließen lassen und wann der Mensch ums Leben kam.

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