Schüler der Reinhold-Maier-Schule in Schorndorf-Weiler erproben das Rollstuhlbasketball-Spiel Foto: Ines Rudel

Ein Forum der Sportregion hat sich des Themas „Inklusion im Sport“ angenommen. Dabei haben Viertklässler der Reinhold-Maier-Schule Rollstuhlbasketball eingeübt.

Schorndorf - Rollstuhlfahren kann ein Kinderspiel sein – zumindest, wenn es richtig angeleitet wird. „Die Kinder haben da keinerlei Berührungsängste“, sagt der Trainer Werner Rieger, der an diesem Tag für ein Projekt der Sportregion Stuttgart Viertklässlern der Reinhold-Maier-Schule aus dem Schorndorfer Teilort Weiler die Grundlagen des Rollstuhlbasketball-Spielens zeigt. Am Ende gelingen den Kindern etliche Ballwechsel, flotte Fahrten in Richtung des gegnerischen Korbs und einige Würfe. Als Rieger am Ende die Viertklässler fragt, wem die Übungsstunde gefallen hat, bleibt keine Hand unten.

„Ich bin von der Nachhaltigkeit der Sache überzeugt“, sagt Rieger, der den Kurs für Grundschüler seit drei Jahren anbietet. Der 53-jährige ist querschnittsgelähmt, seit 20 Jahren ein versierter Rollstuhlbasketballer und Trainer bei seinem Verein TSV Ellwangen (Ostalbkreis). Sogar in der Bundesliga hat das Team schon gespielt. Beim echten Spiel krachten die Rollstühle öfters zusammen, erzählt Rieger. Auch falle jeder Spieler zwei- bis dreimal pro Partie auf den Hallenboden und müsse möglichst aus eigener Kraft wieder in den Rollstuhl zurückklettern. „Deswegen wird das Spiel aber nicht unterbrochen“, sagt Rieger. „Normale Basketballer stehen ja auch alleine wieder auf.“

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