Am Mittwoch landete ein Schwan auf dem Parkplatz des Römerkastells. Er... Foto: Alexander Grunert

Immer wieder kommt ein Schwan zum Römerkastell in Bad Cannstatt – offenbar, weil er dort seine Liebste verloren hat. Eine herzzerreißende Geschichte.

Stuttgart-Bad Cannstatt - Am Mittwochmittag wollen einige Mitarbeiter eines regionalen TV-Senders am Römerkastell in Bad Cannstatt eigentlich nur einen Happen essen gehen. Sie kommen aus ihren Büros, treten an die frische Luft – und stoßen auf einen einsamen Schwan. Das Tier sitzt mitten auf dem riesigen Parkplatz der ehemaligen Festungsanlage. „Das war schon ungewöhnlich“, sagt eine Mitarbeiterin des TV-Senders, die den Schwan live gesehen hat.

Die Gruppe fragt sich, was wohl mit dem Schwan nicht stimmt. „Der Partnerschwan ist am Römerkastell verunglückt“, sagt eine Anwohnerin, die den Schwan gleichzeitig mit einem Laugencroissant von der nahen Hauptstraße weglocken will, der das Tier immer wieder gefährlich nahe kommt. „Der Schwan wurde mehrmals am See ausgesetzt, kommt aber immer wieder zurück“, heißt es.

Schwan lässt sich nicht verscheuchen

Am Mittwoch taucht der Schwan ebenfalls mehrere Male auf. Die Polizei wird erneut alarmiert. „Wir haben aber keine Maßnahmen getroffen“, sagt ein Sprecher. Dem Tier ging es nämlich gut, es war unverletzt. Der Tiernotdienst wird dieses Mal ebenfalls eingeschaltet. Die Retter versuchen, das Tier zu vertreiben – vergeblich. Einfangen wollen sie den Schwan nicht. „Das Tier wäre dadurch verletzt worden oder hätte sich selbst verletzt“, sagt ein Sprecher des Amts für öffentliche Ordnung.

Die Mitarbeiter des TV-Senders haben jedenfalls Mitleid – und eine regelrechte Beziehung zu dem Trauer-Schwan aufgebaut: „Wir haben ihn Rosie genannt“.

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