Die 37. Auflage der Herbstmeisterschaften war in vielerlei Hinsicht ein voller Erfolg für den Rock’n’Roll Club Böblingen. Einen Wermutstropfen stellte aber ein verdrehtes Knie dar.
Ein paar Tage vor den Herbstmeisterschaften des RRC Böblingen wirkte alles angesichts der neuen Location noch völlig chaotisch. Die Rock’n’Roll-Veranstaltung selbst war dann ein Selbstläufer. „Die paar Haken und Kanten fielen nicht mehr ins Gewicht“, meinte der Vorsitzende Markus Stauss.
Ziel des Vereins war es, die bis auf den letzten Platz ausverkaufte Schönaicher Gemeindehalle in eine Wohlfühloase zu verwandeln. Nach lediglich anderthalb Stunden war die Bestuhlung erledigt, und es ging an die Dekoration. Die Siegerpokale setzten tolle Akzente im Bühnenbild. In der Zwischenzeit kümmerten sich die Tonspezialisten um die Akustik und die technischen Gegebenheiten.
Das Küchenteam zu besetzen, war eine der größten Herausforderungen. Doch von der Planung über den Einkauf bis hin zur Erstellung der Speisekarte mit Gyros, Currywurst, Salatteller, Pommes, Kuchen und unterschiedlichen Getränken klappte alles. Am Ende blieben nur Kleinigkeiten übrig.
Ablauf der Herbstmeisterschaften war vom RRC Böblingen minutiös geplant
In Sachen Ablauf war alles minutiös geplant worden, was angesichts von drei Turnieren in einem gar nicht so einfach war. Doch pünktlich um 12.15 Uhr ging es los, und rechtzeitig um 20 Uhr war es vorbei. In all der Zeit begeisterte Florian Stauss mit seiner energiegeladenen Moderation.
Beim Twisting Grizzlies Cup ging es sofort zur Sache, und die Paare in den unterschiedlichen Kategorien heizten dem Publikum ein. In der Einsteigerklasse gingen Max Scholz und Linda Ramsl für den Ausrichter an den Start. In der Vorrunde trotzten sie der Nervosität und lieferten ihre Tanzfolge souverän ab. Ausdrucksstark, technisch einwandfrei und mit der Choreografie ihrer Trainerin Sara Baier rockten sie und qualifizierten sich für die Endrunde. Das Treppchen war zum Greifen nah, doch ein ganz kleiner Taktpatzer nach dem Rad brachte ihnen Platz vier in der Endwertung.
Schicksal schlägt mit verdrehtem Knie zu
Bei den Erwachsenen legten Elly Wolf und Colin Burgmayer vom Gastgeber in der ersten Runde lange eine gekonnte Performance hin. Trainer Martin Vogel konnte sich das eine oder andere Schmunzeln nicht verkneifen. Doch dann schlug das Schicksal zu. Kurz vor dem Ende kam Elly Wolf nach der Akrobatikfigur „Shalom“ an das Knie von Colin Burgmayer, der den Halt verlor und stürzte. Er stand auf und schaffte es noch, sich zu verbeugen, musste dann aber gestützt von der Bühne geführt werden. Trotz allem sprang der fünfte Rang heraus.
Alle weiteren Breitensport- und Turnierklassen verliefen im Anschluss reibungslos mit einigen Hinguckern dank Schraubensaltos und Wickelfiguren, welche die Zuschauer zu wahren Beifallsstürmen hinrissen.
Ein weiteres Highlight war der Große Preis von Deutschland im Boogie-Woogie. Im Gegensatz zu den Rock’n’Rollern, die ihre Auftritte komplett abgestimmt haben und daher eine fest einstudierte Folge tanzen, geht es hier um die Interpretation der Musik. Die Paare ziehen ein Lied aus einem Lostopf, wissen aber nicht, wie es heißt oder welche Breaks, Beats, Dehnungen und Specials eingebaut sind.