Snoop Dogg würdigte seinen 1996 erschossenen Kumpel Tupac Shakur, der in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen wurde. Foto: AFP

Neben Pearl Jam, ELO, Yes, Joan Baez und anderen wurde auch die vor 20 Jahren erschossene Rap-Legende Tupac Shakur in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen. Sein Kumpel Snoop Dogg würdigte den Rapper und stimmte deren damaligen Hit „2 of Amerikaz Most Wanted“ an.

New York - Von Folk über Rock bis Pop und Hip-Hop sind im Jahrgang 2017 der Rock and Roll Hall of Fame alle Stilrichtungen der populären Musik vertreten. Die große alte Dame des Folk, Joan Baez, fand es „cool“, dabei zu sein, Eddie Vedder von Pearl Jam erklärte, dass der Klimawandel real und keine Fake News sei und das Electric Light Orchestra spielte zu Ehren des verstorbenen Chuck Berry „Roll Over Beethoven“. Außerdem wurden Journey, Yes und Rapper-Legende Tupac Shakur aufgenommen.

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Die 76-jährige Folk-Ikone Baez machte sich in einer Anekdote über ihre Enkelin über die Zeit lustig, die seit dem Aufbruch in den frühen 1960er Jahren vergangen ist. Ihre Enkelin habe keine Ahnung gehabt, wer sie sei, bis sie ihr ein Treffen mit ihrem Idol Taylor Swift backstage ermöglicht habe. Sie habe ein Selfie mit Swift gemacht und habe nun „eine neu gefundene Achtung für ihre Großmutter.“

Der Ruhm von Pearl Jam ist dagegen noch nicht verblasst, die Band wurde bei der mehrstündigen Veranstaltung am Freitagabend in New York enthusiastisch gefeiert. Mit einiger Spannung wurde der Auftritt von Journey erwartet; die Band ist seit Jahren mit ihrem ursprünglichen Sänger Steve Perry zerstritten. Journeys aktueller Sänger Arnel Pineda sang live die Hits, darunter „Don’t Stop Believin’“. Es gab aber eine Umarmung Perrys mit dem Mitgründer der Band, Neal Schon.

Neben Chuck Berry wurde auch der verstorbene Prince geehrt

Rapper Snoop Dogg würdigte den 1996 erschossenen Rapper Tupac Shakur, mit dem er befreundet war. Shakur werde als „starker schwarzer Mann“ erinnert, der für sich gestanden habe. Alicia Keys trug ein Medley von Tupacs Songs vor, darunter „Dear Mama“ und „Changes“.

Auch Snoop Dogg ließ es sich nicht nehmen, den damaligen Hit „2 of Amerikaz Most Wanted“ zum Besten zu geben:

Die Progrocker von Yes wurden 49 Jahre nach ihrer Bandgründung in die Ruhmeshalle gewählt. Sänger Jon Anderson erinnerte sich daran, wie er den 2015 verstorbenen Bassisten und Bandgründer Chris Squire damals in einer Kneipe getroffen habe: „Ein magischer Moment.“

Neben Chuck Berry wurde auch der verstorbene Prince geehrt; Lenny Kravitz bot eine explosive Version von „When Doves Cry“. Ein Ehrenpreis ging an Nile Rogers.

Bands und Künstler werden in die Hall of Fame in Cleveland gewählt. Bedingung ist, dass sie ihre erste Aufnahme vor 1991 veröffentlichten.

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