Nach einem Unentschieden in der ersten Runde ist für den Fellbacher Ringer die U-17-WM früher beendet als gedacht.
Dass eine Punkteteilung nicht unbedingt ein Unentschieden bedeuten muss, weiß der Fellbacher Ringer Kevin Karl nur zu gut. Bereits bei der U-17-EM im Juni verhinderte ein 5:5 gegen Dzhabrail Umkhadazhiev den Finaleinzug, weil der Russe für eine einzelne Technik am meisten Punkte erhalten hatte. Immerhin geschah dies erst im Halbfinale, sodass Kevin Karl nach einem weiteren Sieg doch noch Bronze gewann.
Bei den gegenwärtig in der jordanischen Hauptstadt Amman ausgetragenen U-17-Weltmeisterschaften musste Karl jedoch bereits in der Qualifikationsrunde ein 1:1 hinnehmen. Weil sein Gegenüber, der Serbe Balaz Ujhelji, als Letzter punktete, gewann er den Kampf. Anschließend musste auch Ujhelji eine Niederlage hinnehmen, sodass Karl die Hoffnungsrunde verwehrt blieb und er in der Gewichtsklasse bis 65 Kilogramm 16. wurde. „Es ist nicht so gelaufen, wie ich es mir vorgestellt hatte“, sagte Karl.
Ebenfalls in der ersten Runde unterlag die für Georgien startende Lisa Shavadze der letztjährigen EM-Dritten Lisette Böttker mit 2:7. Anschließend gewann die Estin ihr Viertelfinale. Gelingt ihr nun noch im bei Redaktionsschluss dieser Zeitung noch nicht beendeten Halbfinale gegen die Japanerin Nana Kozuka ein Sieg, dann zieht Lisa Shavadze in die Hoffnungsrunde ein. Die Tochter des SVF-Trainers Tariel Shavadze könnte dann in der Gewichtsklasse bis 53 Kilogramm sogar noch Bronze gewinnen.