Wird von der neuen Kampfgemeinschaft profitieren: Fellbachs Kevin Karl Foto: /Michael Käfer

Mit der 13:16-Niederlage gegen den Meister KG Dewangen/Fachsenfeld kann der SVF dem neuen Partner SC Korb keine Schützenhilfe geben.

Manch eine Saisonbegegnung der Fellbacher Oberliga-Ringer war rasch entschieden. Zu deutlich zeichnete sich eine Niederlage des nach wie vor sieglosen Tabellenletzten mitunter schon vor der Pause ab. Anlässlich des letzten Heimkampfs gegen die seit Samstagabend als Oberliga-Meister feststehende und mit 16:13 siegreiche KG Dewangen/Fachsenfeld blieb es jedoch bis zur vorletzten Begegnung spannend. Ausnahmsweise gewann Kevin Karl den entscheidenden Kampf nur knapp mit 7:5 gegen den vehement zur Sache gehenden Yannick Emil Kraus, nachdem Nika Abashidze überraschend verloren hatte. SVF-Trainer Tariel Shavadze und der Sportliche Leiter Thomas Heumann hatten noch einmal alles in die Waagschale geworfen, um als Sieger von der Matte zu gehen. „Ich habe selten eine Mannschaft gesehen, die mit null Punkten am Tabellenende steht und in jedem Kampf tollen Sport geboten hat. Es gab keine Wettbewerbsverzerrung“, sagte Hans-Michael Raiser, der Vizepräsident Verwaltung des Württembergischen Ringerverbands, bei der Pokalübergabe an die von mehr als Hundert Unterstützern begleiteten künftigen Regionalligisten aus Dewangen und Fachsenfeld.

 

Noch ist nicht alles in trockenen Tüchern

Der SV Fellbach hätte der Kampfgemeinschaft von der Ostalb schon aus Eigennutz gerne eine Niederlage beschert. Dann hätte der SC Korb die Chance auf den Aufstieg gewahrt. Eben jener SC Korb, mit dem der SV Fellbach nach Lage der Dinge in der nächsten Saison eine Kampfgemeinschaft bilden wird. Zwar ist noch nicht alles in trockenen Tüchern, aber die Wahrscheinlichkeit, dass es in der Saison 2025 zu einem gemeinschaftlichen Auftritt der drei Aktivenmannschaften kommen wird, bewertet Thomas Heumann als „sehr hoch“. In mehreren Treffen haben der umfangreich engagierte Korber Abteilungsleiter Uwe Schaal und Thomas Heumann sowie jeweils eine Handvoll Führungskräfte beider Vereine in den vergangenen Wochen die Details abgesprochen.

Mit drei Teams im Ligabetrieb

Da der SC Korb als Tabellenzweiter in der Oberliga bleibt, kann die neue Kampfgemeinschaft ebenfalls in dieser Liga starten. Das zweite Team des Verbunds startet – bedingt durch den Abstieg des SV Fellbach – in der nicht viel schwächeren Verbandsliga. Zudem könnte die dritte Mannschaft in der Landesklasse starten, da der SC Korb als Meister der Bezirksliga I feststeht.

Mittelfristig ist die Regionalliga das Ziel

Die Gründe für die Kooperation sind vielfältig. Während der SC Korb starke Routiniers in seinen Reihen hat, gilt der SVF mit seiner aktuell – noch – zu jungen Equipe als Team der Zukunft. Gemeinsam ist spätestens mittelfristig die Regionalliga das Ziel. Zudem könnten Fellbacher Spitzenringer wie der EM-Dritte Kevin Karl, 17, weiterhin auf gehobenem Niveau kämpfen und so in Fellbach gehalten werden. Das erweiterte Trainingsangebot auch für die von der Kooperation nicht betroffenen Jugendmannschaften nennt Thomas Heumann als zusätzliches Plus.

Heimkämpfe künftig in Korb

Ein Wermutstropfen für die Fellbacher Anhänger dürfte sein, dass die Mehrzahl der Heimkämpfe in der geräumigen Korber Ballspielhalle und nicht mehr in der für höherklassigen Sportbetrieb unzumutbaren Fellbacher Silcherhalle ausgetragen wird.

    SV Fellbach – KG Dewangen/Fachsenfeld. 57 kg (griechisch-römisch): Kunst – Weingart 2:0-Punktsieg (Gesamt: 2:0); 130 kg (Freistil): Lozancic – Winkler 0:4-Schulterniederlage (2:4); 61 kg (Fr.): Abashidze – Husseini 0:2-Punktniederlage (2:6); 98 kg (gr.-r.): Zagliveris – Santana 0:3-Punktniederlage (2:9); 66 kg (gr.-r.): Amiran Shavadze – Sturm 4:0-Schultersieg (6:9); 86 kg (Fr.): Fellbach ohne Athlet/Ahamdi kampflos (6:13); 71 kg (Fr.): Jan Madejczyk – Kiss 0:3-Punktniederlage (6:16); 80 kg (gr.-r.): Bojang – Seibold 3:0 Punktsieg (9:16); 75 kg (gr.-r.): Karl – Kraus 1:0-Punktsieg (10:16); 71 kg (Fr.): Otto-Christian Madejczyk – Haßler 3:0-Punktsieg (13:16).