Mobiler Mobilfunkmast: die Antenne kann nach einem Jahr einfach wieder abtransportiert werden. Foto: Sägesser

Die neue Telekom-Antenne ist in Betrieb. In Schönberg funktionieren die Handys aber noch immer nicht.

Riedenberg - Der neue Mobilfunkmast der Telekom in Riedenberg ist in Betrieb. In Schönberg herrscht trotzdem immer noch Funkstille, wie Hansjörg Peters berichtet, der am Trüffelweg wohnt. In der Nacht von Montag auf Dienstag sollte das seit Oktober 2012 anhaltende Problem behoben werden. Das hat der Mastbetreiber Peters auf Nachfrage mitgeteilt.

Warum die Handys in Schönberg noch immer keinen Empfang haben, könne er sich nicht erklären. Heute wolle er sich der Sache erneut annehmen. Von der Telekom heißt es in einer schriftlichen Stellungnahme: „Die Techniker arbeiten noch daran, den neuen Standort in die bestehende Netzarchitektur einzupassen.“

Wie berichtet, hat die Telekom den Mast Ende Mai an der Ecke Birkacher Straße und Unterer Haldenweg aufgestellt. Er ersetzt die Antenne, die aus dem Turm der Franziskakirche ausgebaut wurde. Die neue Antenne ist auf einem geparkten Lastwagen befestigt – quasi ein mobiler Mobilfunkmast. Grund ist, dass der Mast nur ein Jahr an der Stelle stehen darf. Die Verwaltung hatte befristet zugestimmt, um die Mobilfunkversorgung in der Landeshauptstadt sicherzustellen. Da das Privatgelände aber im Landschaftsschutzgebiet liegt, erlaubt das städtische Umweltamt den Standort nicht auf Dauer.

Nur eine Notlösung

Dass der Mast in Betrieb ist, ist laut Hansjörg Peters ersichtlich. Derzeit wird er nämlich von einem knatternden Dieselgenerator betrieben, wie er beobachtet hat. „Soll der nun ein Jahr lang durchlaufen?“, fragt er. Sven Matis, der Sprecher der Stadt, gibt Entwarnung. „Das ist keine Dauerlösung“, beteuert er. Man arbeite bereits an der Stromversorgung.

Damit die Schönberger und Birkacher schnell wieder mit Netz versorgt werden, musste „der Aufbau des Masts möglichst zügig erfolgen“, erklärt Matis den Grund für die Notlösung. Schon in den nächsten Tagen soll aber laut dem städtischen Referat für Städtebau und Umwelt eine Baustromleitung von einem angrenzenden Betriebsgrundstück zum Mast gelegt werden.