Schwerer Verkehrsunfall auf der Parallelfahrbahn der A 8 in Richtung München. Auslöser: ein Mann hielt an, um Gurte am Anhänger zu prüfen. Foto: SDMG

Ein Mann hält neben der A 8 an, um die Gurte an seinem Anhänger festzuzurren. Das bemerkt ein anderer Fahrer zu spät. Es kommt zu einem schweren Verkehrsunfall. Doch wie verhält man sich eigentlich richtig, wenn man eine Panne hat?

Stuttgart - Es passierte auf der zweispurigen Parallelfahrbahn der A 8 in Richtung München, links und rechts mit Leitplanken kanalisiert. „Der Fahrer hielt ganz rechts an und schaltete den Warnblinker ein“, sagt Polizeisprecher Peter Widenhorn. Der 32-jährige Beifahrer stieg aus und lief zum Heck des Fahrzeugs, um die Gurte zu prüfen. Ein 66-jähriger Fahrer eines Großraumtaxis aus Künzelsau wurde davon überrascht, als er auf der A-8-Ausfahrt mit seinem Ford Transit in Richtung Flughafen unterwegs war. Viel zu spät erkannte er das Hindernis auf der rechten Seite – und rammte den Anhänger samt Heck des BMW. Der 32-Jährige wurde ebenfalls von der Wucht des Aufpralls getroffen und lebensgefährlich verletzt. Doch wie sollte man sich eigentlich verhalten, wenn man eine Panne hat oder am Fahrbahnrand anhalten muss?

Tipps der Deutschen Verkehrswacht

Den Warnblinker einschalten und möglichst eine Parkbucht oder einen Parkplatz ansteuern. Der Standstreifen ist nur im äußersten Notfall die beste Wahl. Auf den Verkehr im Rückspiegel achten: Haben die Fahrer das Problem erkannt? Eventuell auch den Warnblinker eingeschaltet?

Noch im stehenden Auto die Warnweste anziehen, die natürlich griffbereit in der Türablage liegt. Dann von der Fahrbahn weg aussteigen – meist ist dies die Beifahrerseite. Nicht lange am Auto aufhalten, sondern über die Leitplanke klettern oder möglichst weit weg von der Straße zurückziehen.

Den nachfolgenden Verkehr möglichst warnen und dadurch herunterbremsen. Das Warndreieck gut 150 Meter vor dem liegengebliebenen Fahrzeug aufstellen.

Am Ende sollte der Pannendienst oder die Polizei Bescheid wissen – per Handy oder Notrufsäule. Übrigens: Bei 42 Prozent aller Pannen, zu denen der ADAC Württemberg gerufen wird, gab es einen Defekt an der Batterie. Bei 19 Prozent hatte der Motor ein Problem.

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