Sogar der Himmel zeigt sich beim Richtfest von seiner besten Seite. Foto: Horst Rudel

In gut einem Jahr sollen die ersten Bewohner in das Seniorenzentrum der Evangelischen Heimstiftung in der Ortsmitte von Albershausen einziehen. Bei der Namensfindung soll die Bevölkerung mithelfen.

Albershausen - Ein Richtfest ist nicht nur der passende Anlass zum Feiern. Es ist auch der Zeitpunkt, an dem die Bauherrschaft verlässliche Angaben zur Fertigstellung eines Gebäudes machen kann. Nicht anders ist das am Freitagnachmittag in Albershausen gewesen, wo mitten im Ort das erste Seniorenzentrum der Gemeinde entsteht. Die Planer, die Handwerker sowie viele Bürgerinnen und Bürger nutzten die Gelegenheit, knapp zehn Monate nach dem ersten Spatenstich, um dem wichtigen Großprojekt die Ehre zu erweisen.

Die Evangelische Heimstiftung, mithin der größte Altenhilfeträger im Ländle, lässt dort für insgesamt 7,9 Millionen Euro ein „echtes Quartiershaus mit 50 Plätzen in großzügigen Einzelzimmern, unterteilt in vier Hausgemeinschaften, sowie elf betreute Seniorenwohnungen errichten“, wie deren Prokurist Ralf Oldendorf erklärte. Spätestens vom April nächsten Jahres an sollten sich die Menschen in dem offenen Haus, das ein Café, einen Friseursalon und eventuell auch eine Fußpflegepraxis beherbergen solle, wohlfühlen, fügte er hinzu. „Es wird hell, es wird schön, es wird gut“, versprach Oldendorf.

Dabei lief der Entstehungsprozess zunächst alles andere als reibungslos. „Wir hatten unsere liebe Mühe mit dem Naturschutz“, betonte Bürgermeister Jochen Bidlingmaier, der sich deshalb umso mehr freute, „dass wir jetzt eine städtebauliche Aufwertung und ein wichtiges Infrastrukturelement bekommen, mit dem wir unseren Ortskern stärken können“.

Auch auf Seiten der Evangelischen Heimstiftung lief zunächst nicht alles glatt. Die erste Ausschreibung hatte ein Ergebnis erbracht, das um 1,5 Millionen Euro über dem angedachten Budget lag, so dass gehörig nachjustiert werden musste. Nichtsdestotrotz läuft inzwischen alles glatt, so dass die reinen Bauarbeiten bis Ende des Jahres abgeschlossen sein müssten.

Angesichts der künftig erweiterten Zusammenarbeit zeigte sich auch der Kreissozialdezernent Hans-Peter Gramlich zufrieden. „Die Heimstiftung schließt hier nicht nur eine Versorgungslücke, sondern schafft sich, neben dem Blumhardt-Haus in Uhingen und dem Michael-Hörauf-Stift in Bad Boll, mit diesem schönen Seniorenzentrum ein drittes Standbein“.

Dass dieses bis jetzt lediglich den Arbeitstitel „Seniorenzentrum“ trägt, soll sich nach den Worten der zuständigen Regionaldirektorin Karin Stiebler in Kürze ändern. „Wir haben zwar schon sieben der neuen Seniorenwohnungen vermietet und auch etliche Anfragen für die Plätze im Pflegheim. Ein Name für das Haus fehlt uns allerdings noch.“ Um dessen offenen Charakter zu unterstreichen, will die Evangelische Heimstiftung in dieser Angelegenheit nicht alleine überlegen. „Wir hoffen bei der Findung auf viele gute Vorschläge von Seiten der Bevölkerung“, sagte Stiebler.

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