Rund 600 Flüchtlinge sind an Bord der „Aquarius“. (Archivfoto) Foto: dpa

Nach der Absage aus Italien will sich nun Spanien der rund 600 Flüchtlinge an Bord des Rettungsschiffs „Aquarius“ annehmen. Das Schiff hatte die Menschen aus dem Mittelmeer gerettet.

Madrid - Spanien wird die rund 600 Flüchtlinge an Bord des von Italien abgewiesenen Rettungsschiffs „Aquarius“ aufnehmen. Das teilte die Regierung des sozialistischen Ministerpräsidenten Pedro Sánchez am Montag in Madrid mit. Das Schiff dürfe im Hafen von Valencia an der Ostküste Spaniens anlegen, „um eine humanitäre Katastrophe zu verhindern“.

Die neue populistische Regierung Italiens hatte sich zuvor geweigert, dem Rettungsschiff die Einfahrt in die Häfen des Landes zu gestatten. Die von den Hilfsorganisationen Ärzte ohne Grenzen und SOS Méditerranée betriebene „Aquarius“ harrte deshalb seit dem Wochenende im Mittelmeer zwischen Italien und Malta aus. An Bord befinden sich Hunderte Migranten, die am Samstag und Sonntag aus Seenot gerettet worden waren.

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