Der Feuerwehrmann Manuel Moz mit dem geretteten Schützling am Ufer des Monrepos-Sees Foto: Feuerwehr Ludwigsburg

Glücklich ausgegangen ist für einen Schwan am Donnerstag ein eisiges Erlebnis: Er war auf dem Monrepos-See in Ludwigsburg festgefroren. Beherzte Feuerwehrleute retteten ihn per Boots-Einsatz.

Ludwigsburg - Dass er einmal in eine solche Situation geraten würde, hatte dem anmutigen Wasservogel wohl nicht geschwant: Der Schwan war – möglicherweise nachts beim Schlafen – im kälter werdenden und überfrierenden See am Schloss Monrepos im Eis festgefroren und kam nicht mehr vom Fleck. Spaziergänger entdeckten den Schwan am Donnerstagvormittag, als er unter Anstrengung aller Kraft, jedoch vergebens versuchte, sich aus der misslichen Lage zu befreien. Die besorgten Passanten riefen die Feuerwehr zu Hilfe. Die rückte mit ihrem Schnelleinsatzboot, das auch zur Personenrettung verwendet wird, an. Über die noch nicht zugefrorenen Partien des Sees arbeitete sich ein Rettungskräfte-Duo zu dem im Eis gefangenen Vogel vor, der vor lauter erfolgloser Anstrengung immer hektischer wurde.

Erschöpfter Schwan kam ins Tierheim

In Schutzkleidung brachen die beiden Feuerwehrmänner die Eisstücke um den Vogel weg und befreiten ihn, wickelten das durchgefrorene und völlig erschöpfte Tier in ein Tuch ein und ruderten mit ihrem Schützling an Land zurück. Dass der nicht ganz alltägliche Einsatz souverän über die Bühne ging, ist laut Aussage des Feuerwehr-Kommandanten Ben Bockemühl kein Wunder. „Auch wenn solche Einsätze nicht ganz so oft vorkommen, üben wir sie natürlich“, sagt er.

Der Schwan erhielt zu Aufpäppelungszwecken fürs Erste ein Interimsquartier im Tierheim auf dem Kugelberg in Ludwigsburg-Hoheneck. Wenn er den Schock überwunden hat und wieder bei Kräften ist, darf er dann zurück zum See am Schloss Monrepos – und sich auf Tage mit Temperaturen über dem Gefrierpunkt freuen.

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