Weil Sponsorengelder weggebrochen sind, bangte die Handball-Spielgemeinschaft um die Fortsetzung des Spielbetriebs. Jetzt ist klar: Auch kommende Saison kann gespielt werden.
Die seit 15 Jahren bestehende Handball-Spielgemeinschaft aus dem Bottwartal, die seit einigen Jahren den Namen SG Schozach-Bottwartal trägt, startete vor Weihnachten einen dramatischen Aufruf – unter anderem die Zukunft der ersten Mannschaften bei den Frauen (3. Liga) und Männern (Oberliga) war gefährdet. Jetzt scheint sich das Blatt zu wenden.
Aus mehreren Quellen konnten bislang 50.000 Euro an Spenden generiert werden, heißt es in einer Pressemitteilung. Unterstützung kam gleichermaßen von Privatpersonen, Vereinsfreunden und Gönnern, die sich finanziell, ideell und organisatorisch beteiligt haben. Auch die aktuellen Sponsoren haben sich mit einer einmaligen zusätzlichen Unterstützung eingebracht. Hinzu kamen kreative Ideen von Seiten der Spielerinnen und Spieler, die zudem bereit waren, auch für weniger Salär weiter das Trikot der SGSB zu tragen.
Etat wird deutlich reduziert
Der Spielbetrieb geht damit weiter – von der Jugend bis zu den Aktiven werden die Mannschaften auch in der kommenden Runde auflaufen können. Allerdings unter etwas geänderten Bedingungen, da der Etat in allen Bereichen deutlich reduziert werden wird. „Für all diese Hilfe möchten wir uns ausdrücklich und von Herzen bedanken“, schreibt der Klub in der Mitteilung weiter. Dieses starke Signal aus der Region zeige eindrucksvoll, welchen Stellenwert die SG Schozach-Bottwartal für viele Menschen habe.
Ein erster Schritt ist also gemacht auf dem Weg zur Konsolidierung. Dennoch bleibt noch eine Finanzierungslücke von rund 20.000 Euro, um die wirtschaftliche Situation für die laufende Saison nachhaltig zu stabilisieren. Die Spendenkampagne über CrowdSports oder den Förderverein der SGSB wird fortgesetzt. Der Verein freut sich über weitere Zuwendungen. Der Vorstand um den Vorsitzenden Sendy Terzic wird parallel weitere Gespräche mit potenziellen Sponsoren und Partnern führen, um die SG Schozach-Bottwartal langfristig wieder auf ein stabiles Fundament zu stellen.
Es wird auch an der Kostenschraube gedreht
Gleichzeitig drehen die Verantwortlichen auch an der Kostenschraube, um die Liquidität zu erhalten. „Was wir in den vergangenen Wochen erlebt haben, ist alles andere als selbstverständlich“, sagte der Vorstand. Der größte Dank gehe aber an alle Spielerinnen und Spieler, die dem Klub Vertrauen, Geduld und Verständnis entgegengebracht haben.