Die Pizzeria Milano in Marbach (Kreis Ludwigsburg) bekommt neue Gesichter: Carlo Stricagnoli und Gabi Scherzer übernehmen das Ristorante von Antonietta und Luciano Palazzo.
Carlo Stricagnoli ist so einer, der es einfach nicht lassen kann. Die Gastronomie, das Kochen, sind in seiner DNA. Er hat im Laufe seines Lebens verschiedene Lokale gehabt, zuletzt das Lugauf in Freiberg, auch bekannt unter „Il Gusto da Angela“ – Angela ist der Name seiner Frau. Vor einem Jahr schloss das Restaurant, aktuell wird es umgebaut.
Carlos Stricagnoli hätte mit seinen bald 63 Jahren also langsam an den Ruhestand denken können. Aber er stellte fest: „Ich kann ohne Lokal nicht sein.“ Als er erfuhr, dass die Stadt Marbach für die Pizzeria Milano in der Güntterstraße einen Nachfolger sucht, hat er sich das Ganze einmal angesehen – und zugeschlagen. Am Freitag, 12. September, um 18 Uhr ist Eröffnung.
Eine Ära geht zu Ende
Mit dem Wechsel geht in Marbach eine Ära zu Ende. Antonietta und Luciano Palazzo zogen mit ihrer Pizzeria Milano Anfang der 1990er Jahre in die Immobilie auf der Ortsdurchfahrt Richtung Affalterbach. Zuvor betrieben sie ihr Restaurant in der Alten Sakristei in der Niklastorstraße in der Marbacher Altstadt. Antonietta Palazzos Eltern hatten es dort bereits 1979 eröffnet.
Aus gesundheitlichen Gründen haben Antonietta und Luciano Palazzo ihren Pachtvertrag in der Pizzeria Milano in der Güntterstraße dann auf Ende dieses Jahres gekündigt, sagten aber schon im Januar, dass sie nichts dagegen hätten, auch ein wenig früher aufzuhören. Dass so schnell ein Nachfolger gefunden wurde, kann man durchaus als Glücksfall bezeichnen. Oft genug stehen Restaurants monate-, wenn nicht jahrelang leer.
Der Neue, Carlos Stricagnoli, will im Großen und Ganzen mit der Pizzeria Milano so weitermachen wie bisher – mit frischem Wind, versteht sich. Dazu hat er sich Gabi Scherzer ins Boot geholt. Die gelernte Hotelfachfrau wird sich um den Service im Milano kümmern. Auch sie ist keine Unbekannte in der Gastronomie in der Region. Unter anderem führte sie lange das Bistro Papillon in Freiberg am Neckar, war im Adler am Schloss in Bönnigheim und in einer Besigheimer Pizzeria beschäftigt.
Klein, aber schnuckelig
Und jetzt eben das Ristorante und Pizzeria Milano in Marbach. Das „kleine, aber schnuckelige“ Restaurant habe es ihr gleich angetan. Seit Ende August haben Gabi Scherzer und Carlos Stricagnoli geschrubbt, gestrichen und kleinere Verschönerungen vorgenommen. Jetzt kann eröffnet werden.
Was das Essen angeht, geht es weiter klassisch italienisch zu. Carlos Stricagnoli backt frische Pizza und kocht verschiedene Pasta, das steht auch auf der kleinen, festen Karte. Zusätzlich wird es eine wechselnde Empfehlungskarte geben. Darauf wird stehen, was nicht immer vorrätig ist oder was Saison hat: Saltimbocca oder Kalbsleber, Piccata Milanese oder Roastbeef, Lasagne oder frischer Fisch... und natürlich vegetarische Gerichte.