Trainer Anthony Nemetz versammelt seine Renninger Spieler vor dem Training auf der Stadion-Tribüne. Foto: Andreas Gorr

Mit der KSG, Merklingen und Renningen haben drei Bezirksligisten mit dem Training begonnen.

Renningen/Weil der Stadt - Am 19. August müssen die Bezirksliga-Kicker fit sein, denn da startet die neue Saison. In dieser Woche trafen sich drei Altkreis-Vereine zum Trainingsauftakt: KSG Gerlingen, TSV Merklingen und SpVgg Renningen. KSG Gerlingen
Dunkle Wolken über der Schillerhöhe: Einen kompletten Neubeginn muss Landesliga-Absteiger KSG Gerlingen wagen. Nach erfolgloser Vorsaison hat der Verein zwölf Abgänge zu vermelden. Nur Michael Suhr und Daniel Schaible sind aus dem alten Kader übrig geblieben. Aus Personalnot wurde die zweite Mannschaft abgemeldet. Die Spieler rücken in die Erste auf. „Mit einigen möglichen Verstärkungen haben wir gesprochen, doch keiner hatte Interesse. Weil wir Sponsoren verloren haben, können wir uns keine großen finanzielle Sprünge leisten“, sagt Spielleiter Manfred Zimmermann.

Auf der Suche nach einem Trainer wurden die Verantwortlichen fündig. Der Sindelfinger Antonios Anastasakis übernimmt ab Ende nächster Woche das Ruder. Da er momentan in seiner griechischen Heimat Urlaub macht, begrüßte sein Co Jörg Altenhof die Mannschaft zum Trainingsauftakt. Anastasakis spielte bis vor zwei Jahren noch selbst in der Landesliga, seine vorigen Vereine waren Sindelfingen und Maichingen. „Es wird sehr schwer werden in dieser Saison, das ist uns bewusst“, sagt Zimmermann. Zumal jetzt auch noch die Abteilungsleitung auseinander bricht. Gestern haben der stellvertretende Abteilungsleiter Alexander Schell und der kommissarische Kassier Clemens Beck ihren sofortigen Rücktritt erklärt. „Es muss sich etwas bewegen, und das ist mit der momentanen Konstellation nicht möglich“, so Schell. Testspiele: 20./21./22. Juli Turnier in Ditzingen, 28. Juli GSV Maichingen (15 Uhr/Heimspiel), 1. August Calcio-Echterdingen (19 Uhr/H), 5. August TSV Ehningen (15 Uhr/H), 8. August SV Unterweissach (19 Uhr/H). TSV Merklingen Ein Jahr lang musste Jens Eng – der selbst in Eltingen, Gebersheim, Ditzingen, Schwieberdingen, Rutesheim und Bissingen bis zur Landes- und Verbandsliga aktiv war – verletzungsbedingt pausieren. Mittlerweile hat er den Trainer-C-Schein in der Tasche. In Merklingen möchte er als Coach Leidenschaft, Spielfreude und Begeisterung entfachen. „Die Jungs ziehen mit“, sagt er und hat einen guten Eindruck von dem 24 Spieler starken Kader, der noch relativ jung ist. „Die Breite ist perfekt, damit können wir den Konkurrenzkampf verschärfen“, sagt Eng, der als klares Ziel einen einstelligen Tabellenplatz ausgibt. „Wir möchten nicht wie in der vergangenen Saison in den Abstiegsstrudel geraten und bis zuletzt zittern müssen, sondern möglichst früh den Klassenerhalt perfekt machen.“ Er selbst ist zwar Spielertrainer, wird aber nur ins Geschehen eingreifen, „wenn ich das Gefühl habe, dass es ohne mich nicht funktioniert.“ Und wenn der Chef auf dem Platz nach dem Rechten schaut, wird Co-Trainer Achim Leber von außen die Fäden ziehen. Testspiele: 19. Juli SV Neuhausen (20 Uhr/A), 21. Juli Turnier bei VfB Sparta München, 25. Juli Turnier beim 1. FC Alemannia Hamberg, 26. Juli Turnier TSV Flacht, 29. Juli TSV Weissach (15 Uhr/in Hausen), 1. August TSV Eltingen II (19.30 Uhr(Auswärtsspiel), 4. August FSV 08 Bissingen II (17 Uhr/A), 9. August SV Gebersheim (19.30 Uhr/A), 11. August SV Neuhausen (16.30 Uhr/H). SpVgg Renningen „Von Aufstieg kann nach den Abgängen, die wir vorwiegend aus finanziellen Gründen zu verschmerzen hatten, in dieser Saison keine Rede sein“, sagt Anthony Nemetz, der Trainer-Nachfolger von Wolfgang Buck. Der „Neue“ ist nicht ganz neu im Geschäft, er führte bereits in der vergangenen Saison immer wieder – als Bucks Stellvertreter – Regie bei den Übungseinheiten. Zu Beginn der Vorbereitung ist er durchaus zufrieden. „Die Mannschaft ist gut und engagiert.“ Die Stärke der Renninger sieht er wie in der vergangenen Saison in der Abwehr um die erfahrenen Spieler Marcus Bauer, Robert Ludescher, Lütfi Yilmaz oder Schlussmann Marc Wellinger. „Auch im Mittelfeld sind wir gut aufgestellt.“ Defizite erkennt er hingegen im Angriff. „Mit nur zwei Stürmern eine Saison bestreiten, das ist recht dünn“, sagt Nemetz. Allein der erfahrene Marcus Bofinger ist der SpVgg treu geblieben . Der zweite Mann ist Felix Dietrich aus der eigenen Jugend. Testspiele: 15. Juli Germ. Bietigheim (17 Uhr/H), 21. Juli Nagold II (17 Uhr/H), 26./27. Juli Turnier in Flacht, 28. Juli Ehningen (15 Uhr/H), 31. Juli SKV Rutesheim (19 Uhr/H), 3. August SV Althengstett (19 Uhr/A), 5. August VfL Stammheim (16 Uhr/H), 7. August TSV Münchingen (19 Uhr/H), 11. August VfL Nagold (17 Uhr/H).

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