Der Regierungspräsident Johannes Schmalzl war zum Abschluss an der Krippe. Foto: dpa

Mit einer eindrucksvollen Schlussfeier wurde die Krippenzeit in der Martinuskirche in Malmsheim beendet. Besucher aus 100 Gemeinden sind gekommen. Mit dem Opfer aus den Gottesdiensten soll in der Heimat der Flüchtlinge geholfen werden.

Renningen - Mit einer eindrucksvollen Schlussfeier wurde die Krippenzeit in der Martinuskirche in Malmsheim beendet. Die Posaunenchöre von Renningen und Malmsheim sowie der Chor des Regierungspräsidiums Stuttgart gaben noch einmal alles. Der Regierungspräsident Johannes Schmalzl griff das aktuell brennendste Thema auf: „Immer wieder sagen mir Flüchtlinge, dass sie mit ihrer Heimat verbunden sind und möglichst bald zurückkehren möchten.“

Der Pfarrer Franz Pitzal blickte zurück auf die sieben Wochen Renninger Krippe. So kamen Besuchergruppen aus nahezu 100 Gemeinden aus dem ganzen Land, über 40 Musikgruppen und Chöre traten auf, Albvereine, Wandervereine sowie viele Familien bestaunten den Aufbau und die Aussagekraft der Krippe.

Redner wie Ernst Konarek, Gerhard Raff, Clemens Binninger oder Ex-Daimler-Manager Matthias Kleinert und der Vatikan-Korrespondent haben die Martinuskirche bis auf den letzten Platz gefüllt. Höhepunkte waren auch der Weil der Städter und der Kornwestheimer Tag an der Krippe sowie die Abendmesse mit dem Basilika-Chor aus Ulm-Wiblingen und das schon zur Tradition gewordene ökumenische Friedensgebet.

„Ein besonderer Dank gilt den Krippenbauern und den 100 Ehrenamtlichen, die mitgeholfen haben“, erklärte Franz Pitzal. Etwa in der Küche oder am Wurststand. Lob erhielt vor allem Doris Wagner, die für die gesamte Organisation des Krippenkaffees und die Betreuung der Besuchergruppen verantwortlich war. Zwei seit vielen Jahren verdienten Mitarbeitern überreichte Pfarrer Pitzal die Renninger Rose, die in jedem Jahr am Ende der Krippenzeit verliehen wird. Er dankte auch den Nachbarn der Martinuskirche: „Sie mussten in dieser Zeit doch einiges auf sich nehmen.“

Zum Schluss der Krippenzeit wurde das Licht von Bethlehem gelöscht, das in der Geburtskirche in Bethlehem entzündet worden war und die ganze Zeit an der Krippe gebrannt hatte. Mit dem Krippenopfer soll vor allem den Flüchtlingen in ihren Herkunftsregionen geholfen werden. Pitzal: „Die Lebensumstände in diesen Ländern sollten verändert werden, damit die Menschen erst gar nicht fliehen müssen.“ Das betonte auch Regierungspräsident Johannes Schmalzl: „Der größte Wunsch vieler Flüchtlinge ist zurückzukehren.“

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