Minister Peter Hauk (Zweiter von rechts) bewundert die Gärten am Schorndorfer Burgschloss. Foto:  

Minister Peter Hauk und Regierungspräsident Wolfgang Reimer haben sich bei einer Bus-Rundfahrt einige Stationen der in acht Tagen startenden Remstalgartenschau zeigen lassen und sind „begeistert von den vielen tollen Projekten“.

Remstal-Rundfahrt - In den acht Tagen wird das noch fertig“ – dieser Satz ist gleich mehrmals zu hören gewesen auf der Rundfahrt durch das Gelände der am 10. Mai startenden Remstal-Gartenschau. Unter anderem der Landwirtschaftsminister Peter Hauk und Regierungspräsident Wolfgang Reimer haben sich ein Bild davon gemacht, was von Ende der kommenden Woche an zwischen Remsquelle und Mündung geboten wird. Ob im Bereich des Schorndorfer Schlossparks, oder im Stettener Schlossgarten, an vielen Ecken und Enden des über 80 Kilometer Länge verteilten Gartenschaugeländes wird noch kräftig gebastelt.

Am kommenden Freitag werde aber alles bereit sein, versicherte der Gartenschau-Geschäftsführer Torsten Englert den Gästen aus der Landeshauptstadt. Und einen Rekordwert konnte er nebenbei bereits jetzt präsentieren. Stand 1. Mai seien 60 000 Dauerkarten verkauft worden. Englert: „Das hätten wir uns niemals träumen lassen, wir hatten insgesamt auf 30 000 Dauerkartenkäufer gehofft.“

Lob vom Landwirtschaftsminister und vom Regierungspräsidenten

Schon beim Start zu vier verschiedenen Schauplätzen der Gartenschau ernteten die Vertreter der beteiligten Kommunen und Landkreise hohes Lob vom Minister für Ländlichen Raum: „Ich bin begeistert von den vielen tollen Projekten, die in den 16 Kommunen realisiert wurden“, sagte Peter Hauk. „Es ist schön, dass hier in den letzten Monaten etwas gewachsen ist, was zusammengehört. Auf die Besucher wartet nicht nur ein wunderbares Naturerlebnis, sondern auch eine Vielfalt an Stadt- und Baukultur.“ Auch Regierungspräsident Reimer zeigte sich beeindruckt von dem, was unter anderem mit Millionenzuschüssen von Land und Region zustande gekommen sei: „Ich gratuliere den Verantwortlichen aller Remstalkommunen zu ihrem Mut, ein solches Großprojekt in Angriff genommen zu haben. In der nun schon fast 40-jährigen Erfolgsgeschichte der Landesgartenschauen und Grünprojekte hat es ein solches Projekt noch nie gegeben: 16 Kommunen ziehen an einem Strang und richten gemeinsam die Remstal-Gartenschau von der Quelle der Rems bis zur Mündung aus.“

Als erste Station der Preview führte der Schorndorfer Oberbürgermeister Matthias Klopfer die Gäste zunächst in den rundum neu gestalteten Schlosspark mitten in der Daimlerstadt, samt Orangerie, großen Gärten auf kleinem Raum und dem Kunstprojekt „Daimlerinstallation“ des Künstlers Dietmar Hörl. „Meine persönlichen Highlights sind die Blumenschau im Schlosskeller, die Freiluftküche im Stadtpark und der Hochzeitsplatz vor unserer wunderschönen Kulisse, dem Burgschloss“, verriet der Schorndorfer Rathauschef. Die kostenpflichtigen Bereiche der Gartenschau in Schorndorf und Schwäbisch Gmünd sind vom 10. Mai bis zum 22. September geöffnet. Neben der bunten Mischung aus Gärten und Blütenarrangements sind dort Ausstellungen und kulturelle Veranstaltungen geboten.

Der Hochzeitsturm in Plüderhausen

Als zweite Station hat die Rundfahrt in dem eigens für die Gartenschau ausgestatteten Genussbus zum Hochzeitsturm in Plüderhausen geführt. Zu jener Station im remstalweiten Landschaftsarchitektur-Projekt, die als erste fertiggestellt worden ist, während einige andere acht Tage vor dem Gartenschaustart noch im Bau sind. Von dem markanten Bau aus weißen und rotem Backstein aus bietet sich ein prächtiger Blick Remstal abwärts bis hinab nach Bad Cannstatt. „Die 16 Stationen haben eine bundesweite Strahlkraft und verbinden die 16 Kommunen auch die nächsten Jahre auf ganz besondere Weise miteinander. Sie sind sozusagen das Tüpfelchen auf dem i“, zeigte sich hier Thomas Bopp, der Vorsitzende des Verbands Region Stuttgart, begeistert.

Über die neuerdings mittels eines Steinmonolithen und renaturierten Uferverlaufs gekennzeichnete Flussmitte der Rems bei Lorch (Ostalbkreis) führte die Busfahrt der Polit-Prominenz nach Kernen-Stetten in den eigens neu gestalteten Garten des dortigen Schlosses. Ein inklusiver Spielplatz samt Ruhezonen und Seniorenspielplatz ist hier eines der Herzstücke des Gartenschaugeländes. Aus dem vorher eher schmucklosen Schlosspark werde „ein Ort der Begegnung, der das Gemeindeleben nachhaltig bereichert“, betonte Kernens Bürgermeister Stefan Altenberger.

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