Bauhofmitarbeiter Kernens bereiten Blumenbeete auf Gehwegen an Ortsdurchfahrten vor. Foto: Patricia Sigerist

Beide Ortsteile sollen schöner werden, wenn sich die Gemeinde Kernen während der Remstal-Gartenschau 2019 präsentiert. Nachdem die Arbeiten für dem Schlossgarten als zentrales Blumenfeld vergeben sind, kommen jetzt die Beete entlang der Ortsdurchfahrten dran.

Kernen - Beide Ortsteile sollen schöner werden, wenn sich die Gemeinde Kernen während der Remstal-Gartenschau 2019 präsentiert. Nachdem die Arbeiten für dem Schlossgarten als zentrales Blumenfeld vergeben sind, kommen jetzt die Beete entlang der Ortsdurchfahrten dran. Seit einigen Tagen bringen Mitarbeiter des Gemeinde-Bauhofs die Pflanzungen auf Vordermann. Bemerkenswert ist die Finanzierung: Einen Teil der Kosten – 80 000 Euro – musste der Gemeinderat Kernen vor kurzem erst durch eine überplanmäßige Ausgabe bereitstellen. Insgesamt ist es sogar geplant, bis zur Gartenschau Beete im Innenbereich mit einem Gesamtaufwand von etwa 160 000 Euro zu sanieren. Bei der Aufstellung des Haushaltsplans in der Mitte des vergangenen Jahres war noch mit einem Planansatz in Höhe von 80 000 Euro gerechnet worden.

Über 100 Pflanzbeete und Grünflächen hatte die Gemeindeverwaltung für die Planerin in einem Katasterplan zusammengestellt

Allerdings dürfte zu diesem Zeitpunkt auch unbekannt gewesen sein, mit welchem Aufwand die Gemeindeverwaltung Kernen rechnen muss. Dies hat erst ein Bepflanzungskonzept gezeigt, das die Landschaftsarchitektin Elke Ukas im Auftrag der Verwaltung erstellt hat. Sie ist auch die Planerin des Umbaus der Klosterstraße in Stetten, die ebenfalls aus Anlass der Remstal-Gartenschau mit viel Pflastersteinen zu einem zentralen, aber weiterhin befahrenen Platz umgestaltet werden soll.

Über 100 Pflanzbeete und Grünflächen hatte die Gemeindeverwaltung für die Planerin in einem Katasterplan zusammengestellt, alles innerörtliche Pflanzinseln und Grünflächen sowie Ortseingänge. „Es wird dabei das längerfristige Ziel verfolgt, zum Teil nicht mehr zeitgemäße und in die Jahre gekommene überalterte Pflanzbeete und Pflanzinseln zu erneuern und dauerhaft anzulegen,“ sagt Bürgermeister Stefan Altenberger dazu. Gerade deren Zustand war bis vor kurzem noch im Gemeinderat Kernen beklagt worden, gerade im Hinblick auf die Remstal-Gartenschau. Das Ziel der Verwaltung ist es auch, die Grünflächen künftig so zu gestalten, dass sie weniger Pflegeaufwand erfordern und dennoch ansehnlich sind. Das Planungsbüro hat jede Einzelfläche bewertet und einen Vorschlag erarbeitet, wie sie umgestaltet werden könnte.

Weil sich die Umgestaltung am Bahnhof verzögert, sollen im Jahr 2019 im Umfeld Pflanztöpfe mit Blumenpacht die Besucher begrüßen

Die Bürger mit Freude an buntem Blumenschmuck werden möglicherweise staunen, wenn die Saat aufgeht. Elke Ukas hat ein Farbkonzept erarbeitet: In den Gemeindefarben sollen die Beete künftig aufblühen: Blau und gelb werden die dominierenden Farbtöne entlang der Straßen und Wege sein. Auch die beiden Ortsteile sollen verbunden und an andere Gartenschau-Gemeinden angebunden werden. „Ziel ist es, die Landschaft in die dicht besiedelten Orte zu holen. Mit Stauden- und Gräser- sowie naturnahen Flächen soll eine Verbindung in entsprechender Anmut durch die Orte leiten und diese miteinander verbinden“, heißt es in einer Vorlage an den Gemeinderat. Allerdings wird die Zeit knapp. In der Vorlage steht auch: „In einer ersten Umsetzungsphase können voraussichtlich nicht alle Untersuchungsbereiche umgestaltet werden.“ Weil sich die Umgestaltung am Bahnhof verzögert, sollen im Jahr 2019 im Umfeld Pflanztöpfe mit Blumenpacht die Besucher begrüßen.

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