Der Kreis unterstützt heimische Arztpraxen mit professionellen Schutzmasken. Foto: dpa/Karl-Josef Hildenbrand

Nachdem die Zuteilung von Schutzmasken an die niedergelassenen Ärzte durch die kassenärztliche Vereinigung im Rems-Murr-Kreis offenbar noch nicht zufriedenstellend funktioniert, will jetzt das Landratsamt in die Bresche springen.

Rems-Murr-Kreis - Nachdem die Zuteilung von Schutzmasken an die niedergelassenen Ärzte durch die kassenärztliche Vereinigung im Rems-Murr-Kreis offenbar noch nicht zufriedenstellend funktioniert, will jetzt das Landratsamt in die Bresche springen. Die Sprecher der Kreisärzteschaften, Karl-Michael Hess und Wolfgang Steinhäußer, haben sich laut einer Mitteilung der Behörde mit dem Landrat Richard Siegel darauf verständigt, dass auch die Arztpraxen vorübergehend mit sogenannten FFP2-Masken aus den Beständen des Landkreises versorgt werden. 5000 Masken sollen zunächst zur Verfügung gestellt werden, um Engpässe zu überbrücken.

Bis zu 20 Masken pro Praxis

Es sei eigentlich nicht die Aufgabe des Landkreises, die niedergelassenen Ärzte mit medizinischer Schutzausrüstung zu versorgen, lässt sich der Landrat zitieren. „Angesichts des Hilferufs aus den Arztpraxen ist es für uns jedoch selbstverständlich, dass wir unseren Beitrag leisten – auch wenn medizinische Schutzausrüstung in benötigter Qualität und Güte immer noch ein rares Gut ist.“

Jede Arztpraxis darf bis zu 20 Masken bestellen – die E-Mail-Adresse lautet schutzausruestung@rems-murr-kreis.de – und kann diese dann kurzfristig abholen. Der Landrat appelliert allerdings auch, nicht in den eigenen Bemühungen nachzulassen, denn „das Land und der Landkreis werden nicht dauerhaft für alle Bereiche und Berufsgruppen die Beschaffung medizinischer Schutzausrüstung übernehmen und sicherstellen können“.

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