Die Zahl Jugendlicher, die im Kreis vor Gericht müssen, nimmt ab. Foto: Pascal Thiel

Die Zahl jugendlicher Tatverdächtiger im Rems-Murr-Kreis geht zurück. Das haben Experten im Jugendhilfeausschuss des Kreistags berichtet – wir liefern einen Überblick über die Zahlen und Fakten.

Rems-Murr-Kreis - Nein, offenbar ist es keineswegs so, dass die Jugend immer schlimmer wird, wie der Volksmund dies so manches Mal lautstark verkündet. Klar gebe es extreme Einzelfälle, auch Probleme mit Jugendbanden oder typische Jugenddelikte – so haben jetzt zwei Experten im Jugendhilfeausschuss des Kreistags zum Thema Jugendkriminalität im Rems-Murr-Kreis berichtet. Aber insgesamt sinkt laut Uwe Belz, dem Fachkoordinator Jugendkriminalität im Polizeipräsidium Aalen, die Zahl der jugendlichen Tatverdächtigen.

Im Jahr 2012 hat es im Kreis noch 2093 von ihnen gegeben, anno 2015 waren es 2003 – eine Abnahme von gut vier Prozent. Und die Tendenz sei ebenfalls weiterhin sinkend, sagt Belz im Vorgriff auf die Zahlen in der Polizeistatistik des Jahres 2016, die vom Innenminister des Landes, Thomas Strobl, erst in der kommenden Woche verkündet werden.

Der Anteil der jungen Täter sinkt deutlich

In demselben Zeitraum hat sich laut Statistik der Anteil der Jungtäter bis 21 Jahre von 27,3 Prozent im Jahr 2012 auf nur noch 22,8 Prozent anno 2015 reduziert. Während sich die Zahl der verdächtigten Jungtäter verringerte, ist die Gesamtzahl der Tatverdächtigen aller Altersklassen in diesem Zeitraum im Rems-Murr-Kreis von 7681 auf 8778 gestiegen, also um immerhin 14,3 Prozent.

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