Peter Schäfer wird der Nachfolger von Frank Geißler als Kreiskämmerer. Foto: Landratsamt Rems-Murr

Das Landratsamt besetzt drei Führungspositionen neu und ernennt im Bereich Soziales eine kommissarische Leiterin.

Waiblingen - Die Nachfolge von Kreiskämmerer Frank Geißler, der im Februar kommenden Jahres in den Ruhestand gehen wird, ist geregelt. Der Kreistag hat Peter Schäfer zum neuen Leiter des Dezernats für Finanzen Personal und Beteiligungen bestimmt. Der 37-Jährige, der zurzeit der stellvertretende Kämmerer der Stadtverwaltung Heilbronn ist, setzte sich mit 57 zu 17 Stimmen gegen den 54-jährigen Andreas Eschbach durch, dem Leiter des Haupt- und Personalamtes der Stadt Neckarsulm. Der Diplom-Verwaltungswirt Schäfer, der in Steinheim an der Murr wohnt, soll sein neues Amt zum 1. Januar des kommenden Jahres antreten.

Remshaldener Kämmerer wird Rechnungsprüfer

Neuer Leiter des Rechnungsprüfungsamtes wird Holger Mayer. Der 33-Jährige Kämmerer der Gemeinde Remshalden kehrt gewissermaßen ins Landratsamt zurück, wo er bereits fünf Jahre lang gearbeitet hatte. Für den Diplom-Verwaltungswirt votierten 43 Kreisräte, seine Konkurrentin Kerstin Brenner, Sachgebietsleiterin in der Stadtkämmerei Pforzheim, erhielt 33 Stimmen. Die Neubesetzung war nötig geworden, weil die bisherige Amtsinhaberin, Iris Strauß, als Beraterin in die freie Wirtschaft gewechselt hat.

Ganz ohne Gegenkandidat ist Holger Gläss zum Leiter des Kreisjugendamtes gewählt worden. Der 56-Jährige hatte das Amt nach dem Ausscheiden von Angelika Stock bereits seit Sommer 2017 kommissarisch inne. Nun ist der Diplom-Erziehungswissenschaftler offiziell zu ihrem Nachfolger bestimmt worden.

Ein ähnliches Modell könnte auch bei der Besetzung der Dezernatsleitung für Soziales, Gesundheit, Jugend und Bildung Schule machen. Dort war die Stelle vergangenes Jahr überraschend vakant geworden, nachdem man bereits eine Nachfolgerin für die Amtsinhaberin gefunden hatte, die wiederum dem Ruf eines freien Trägers gefolgt war. Kurz nach ihrer Wahl im Kreistag machte die 42-Jährige jedoch einen Rückzieher – offenbar, weil der bisherige Arbeitgeber in Bayern ihr ein verbessertes Angebot gemacht hatte. Der Kreis musste die Stelle im Januar erneut ausschreiben. Doch die Resonanz darauf fiel offenkundig recht überschaubar aus. Das Bewerberfeld habe nicht gerade überzeugt, bestätigt der Landrat Richard Sigel auf Nachfrage.

Aus der Not eine Tugend?

Nun aber will man aus der Not eine Tugend machen. Das Besetzungsverfahren sei vorerst gestoppt, Stefanie Böhm zur kommissarischen Dezernentin bestimmt worden, sagt Sigel. Die Leiterin des Kreissozialamtes solle nach und nach in die neue Rolle hineinwachsen können und sich in dieser erproben. Im Sommer kommenden Jahres solle die Position dann endgültig besetzt werden. Natürlich werde es zuvor noch einmal eine ganz reguläre Stellenausschreibung geben – extern wie intern –, sagt Richard Sigel. Der Landrat macht aber auch keinen Hehl daraus, dass er sich gut vorstellen kann, dass am Ende des Verfahrens ein ähnliches Ergebnis steht, wie jetzt bei der Besetzung im Kreisjugendamt.

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