Die Polizei hat im Kreis Ludwigsburg die Wohnung eines 43-Jährigen durchsucht – und ist fündig geworden. Foto: picture alliance/dpa/Friso Gentsch

Ein 46 Jahre alter Mann hat die Polizei auf die Fährte eines 43-Jährigen gebracht, der Ende Juni in der Nähe des Bietigheimer Bahnhofs einen Paketboten angegriffen hat. Der Vorfall hatte Zeugen in helle Aufregung versetzt.

Bietigheim-Bissingen - Der Reizgasangriff auf einen Paketdienstfahrer Ende Juni in Bietigheim-Bissingen (Kreis Ludwigsburg) ist aufgeklärt. Die Polizei hat die Wohnung eines 43 Jahre alten Mannes durchsucht und dort ein sogenanntes Tierabwehrgerät in Form einer Pistole sichergestellt. Der 43-Jährige gab die Tat zu, er bedauere sein Handeln, teilt die Polizei mit. Der Täter muss sich nun wegen gefährlicher Körperverletzung verantworten.

Die Polizei hatte am 29. Juni mit einem Großaufgebot nach dem Mann gefahndet – unter anderem war auch ein Hubschrauber im Einsatz. Die Aufregung war nach dem Vorfall groß, weil Zeugen zunächst angenommen hatten, der 43-Jährige habe auf den 31-jährigen Paketboten, der nach dem Angriff zu Boden ging, geschossen. Wie sich später herausstellte, war der Reizstoff, den der Täter versprühte, rot eingefärbt. Die Flüssigkeit sah Blut offenbar zum Verwechseln ähnlich. Der 43-Jährige sagte bei der Polizei aus, dass er die Wirkung des eigentlich verbotenen Tierabwehrgeräts unterschätzt habe. Die Polizei kam ihm nach einem Hinweis eines 46-jährigen Zeugens, der sich nach der Tat gemeldet hatte, auf die Schliche.

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