Dorf Zee Ain in Saudi-Arabien. Foto: imago images/Arabian Eye

Die Sicherheitslage am Golf ist extrem kritisch, westliche Außenministerien sprechen Warnungen aus. Was Reisende jetzt wissen müssen.

Der Krieg im Nahen Osten verunsichert die Welt. Auch die Frage, ob Länder wie Saudi-Arabien oder Ägypten/Hurghada angesichts der Iran-Krise sicher bereist werden können, treibt viele um. Von Stuttgart aus gehen sogar Direktflüge nach Jeddah/Dschidda am Roten Meer. Die Einreise für nicht-muslimische Touristen ist erst seit wenigen Jahren erlaubt.

 

Am Vormittag des 28. Februar kam für Saudi-Arabien eine Eilmeldung vom Auswärtigen Amt, doch eine pauschale landesweite Reisewarnung gab es erst am Abend. Der Flugbetrieb in das Königreich am Persischen Golf war beeinträchtigt. Noch größere Einschränkungen gibt es indes in Dubai und Abu Dhabi (Vereinigte Arabische Emirate).

Hadsch nach Mekka im Mai 2026 möglich?

Die Pilgerfahrt nach Mekka (Hadsch) wird 2026 (Jahr 1447 nach islamischem Kalender) jedoch erst Ende Mai stattfinden, etwa vom 24./25. bis zum 29./30. Mai, wobei das genaue Datum von der Mondsichtung abhängt. Die saudische Luftfahrtbehörde GACA hat bereits einen offiziellen Flugplan veröffentlicht, der die Anreisephase der Pilger vom 18. April bis 21. Mai 2026 und die Abreisephase vom 30. Mai bis 30. Juni 2026 vorsieht. Rund 1,8 Millionen Pilger werden dann in Saudi-Arabien erwartet.

AA-Reisehinweise für Saudi-Arabien

Über die Allgemeine Reisewarnung hinaus warnt das Auswärtige Amt besonders „dringend von Reisen in das Grenzgebiet zu Jemen“ – konkret in einen 30 Kilometer breiten Grenzstreifen in den Provinzen Nadschran, Asir und Dschaizan.

Ähnlich äußern sich die USA, Großbritannien, die Schweiz und Österreich. Alle warnen vor Reisen und besonders extremen Risiken im Süden des Landes.

Besonders gefährliche Regionen in Saudi-Arabien

  • Provinz Nadschran
  • Provinz Asir
  • Provinz Dschaizan

Die US-Botschaft in Riad hatte ihre Landsleute mehrfach dazu aufgerufen, wegen der „anhaltenden regionalen Spannungen um Iran“ erhöhte Vorsicht walten zu lassen und nicht notwendige Reisen zu Militäranlagen zu vermeiden.

Iran-Krieg und Saudi-Arabien

Die Gefährdungslage in Saudi-Arabien speist sich aus mehreren Quellen:

1. Jemen-Konflikt: Die Huthi-Miliz, die von Iran unterstützt wird, feuert regelmäßig Raketen und Drohnen ab – teils auf saudische Ziele, teils auf Israel, wobei diese den saudischen Luftraum durchqueren. Das höchste Risiko besteht im Grenzgebiet, doch die Schweiz weist ausdrücklich darauf hin, dass Beschuss auch andere Landesteile einschließlich Riad erreichen kann.

2. Terrorgefahr: Alle Außenministerien warnen vor terroristischen Anschlägen, die sich gegen westliche Einrichtungen, Wohnanlagen oder kritische Infrastruktur richten könnten.

3. Luftfahrtrisiken: Die US-Luftfahrtbehörde FAA hat eine Warnung für den Persischen Golf und den Golf von Oman ausgegeben. Bei einer Eskalation sind Flugstreichungen und Luftraumsperrungen jederzeit möglich.

2026 nach Saudi-Arabien reisen?

Wer nach Saudi-Arabien reist – etwa aus geschäftlichen Gründen oder zur Wallfahrt nach Mekka (Hadsch) – sollte sich auch in den nächsten Monaten auf eine dynamische Lage einstellen. Möglicherweise ist es nicht das richtige Jahr für eine solche Unternehmung.

Die Außenministerien betonen einhellig, dass sich die Situation jederzeit ändern kann. Reisende sollten die offiziellen Reisehinweise vom Auswärtigen Amt (AA) laufend verfolgen und sich in Krisenvorsorgelisten wie „Elefand“ (Deutschland) oder STEP (USA) eintragen.