Einfahrt in den Hauptbahnhof Stuttgart Foto: Imago/Ralph Peters

Die EU-Kommission verschenkt 60 000 Interrail-Tickets. Um die Mobilität in Europa wieder anzukurbeln – und als Dankeschön für die Solidarität junger Europäer während der Corona-Pandemie.

Brüssel - Die EU-Kommission verschenkt 60 000 Interrail-Pässe, damit junge Europäerinnen und Europäer ihren Kontinent erkunden können. „In den vergangenen 18 Monaten haben sich die jungen Europäerinnen und Europäer wahrhaft solidarisch gezeigt und dafür wertvolle und prägende Momente ihrer Jugend verpasst“, teilte EU-Kommissar Margaritis Schinas in Brüssel mit Blick auf die Einschränkungen durch die Pandemie mit. Er freue sich daher „umso mehr, dass die Kommission heute mit den 60 000 Interrail-Pässen die Mobilität in Europa wieder ankurbelt“.

Die Bewerbungsfrist beginnt Dienstagmittag und läuft bis zum 26. Oktober. Voraussetzungen sind ein Alter von 18 bis 20 Jahren und die Teilnahme an einem Quiz mit Fragen über die Europäische Union.

30 Tage mit dem Zug durch Europa

Zwischen März 2022 und Februar 2023 können die Ausgewählten dann 30 Tage lang mit dem Zug durch Europa reisen, andere Länder, neue Sehenswürdigkeiten und Landschaften entdecken und dabei Freundschaften knüpfen. Unterkunft und Verpflegung müssen sie selbst bezahlen.

Die Initiative „DiscoverEU“ startete im Jahr 2018 und geht auf die Idee von Aktivisten zurück, jedem EU-Bürger zum 18. Geburtstag ein Interrail-Ticket zu schenken und ihn so mit dem Kontinent vertraut zu machen. In der Runde 2018/19 bewarben sich der EU-Kommission zufolge rund 350 000 Menschen um insgesamt 70 000 Tickets.

Altersgrenze wegen Corona erhöht

Demnach gaben damals zwei Drittel der Teilnehmenden an, zum ersten Mal mit dem Zug ins Ausland zu reisen. Ebenfalls zwei Drittel der Befragten gaben an, sie hätten die Reise nicht aus eigener Tasche finanzieren können.

Weil die vergangenen zwei Runden coronabedingt ausgesetzt wurden, können sich dieses Jahr neben 18-Jährigen auch ausnahmsweise 19- und 20-Jährige bewerben. Mit Blick auf die andauernde Pandemie sind die Fahrkarten laut Kommission mit der größtmöglichen Buchungsflexibilität ausgestattet. Die Pässe werden den EU-Mitgliedstaaten entsprechend der jeweiligen Bevölkerungsgröße zugeteilt.

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