Der 83-jährige Polanski lebt in Frankreich. (Archivfoto) Foto: AP

Das Auslieferungsverfahren gegen Roman Polanski in Polen wird nicht neu aufgerollt. Das Oberste Gericht wies die Berufung gegen den abschlägigen Entscheid zurück. Damit geht ein jahrelanges Hickhack zuende.

Warschau - Polen wird Starregisseur Roman Polanski nicht an die USA ausliefern. Das Oberste Gericht in Warschau wies am Dienstag einen Berufungsantrag von Justizminister Zbigniew Ziobro gegen einen Gerichtsentscheid vom vergangenen Jahr zurück, der Polanskis Auslieferung bereits abgelehnt hatte. Damit ist das Verfahren endgültig beendet.

Die US-Justiz versucht seit Jahren, Polanski wegen der Vergewaltigung einer Minderjährigen im Jahr 1977 vor Gericht zu bringen. 2014 stellte sie erneut einen Auslieferungsantrag an Polen, im vergangenen Jahr wurde er von einem Gericht in Krakau abgelehnt. Weil die Staatsanwaltschaft nicht in Berufung ging, rief Ziobro im Mai das Oberste Gericht an.

Der 83-jährige Filmemacher erschien nicht persönlich vor Gericht. Er lebt in Frankreich, das seine Auslieferung von Anfang an ablehnte.

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