Die Vaihinger Bahnhof ist eine wichtige Verkehrsdrehscheibe. Foto: Lichtgut/Achim Zweygarth

In Stuttgart-Vaihingen wird der Regionalbahnhalt gebaut, mit mehr Fahrgästen ist zu rechnen. Doch es gibt einen Engpass. Und auch bei der Barrierefreiheit hapert es.

Vaihingen - Wie geht es weiter am Vaihinger Bahnhof und auf dem angrenzenden ehemaligen Aurelis-Areal? Diese Frage beschäftigt die Lokalpolitik immer wieder. Die Grünen im Stuttgarter Gemeinderat verwiesen in einer Anfrage vom 15. Februar auf die zu erwartenden und wünschenswerten Fahrgaststeigerungen, insbesondere mit der Inbetriebnahme des Regionalbahnhalts. Das Problem: die beiden Fußgängerunterführungen sind schon jetzt nahezu an der Kapazitätsgrenze, und auch bei der Barrierefreiheit hapert es. Die Grünen wollten wissen, wann und in welcher Form die Unterführungen ausgebaut werden, was es kostet und welche Fördermittel gegebenenfalls von der Stadt in Anspruch genommen werden können.

Nun liegt die von Oberbürgermeister Frank Nopper unterzeichnete Antwort der Fachverwaltung vor. Derzeit werde eine Machbarkeitsstudie vergeben, mit den Ergebnissen sei bis Ende des Jahres zu rechnen. Auf Basis der dann ebenfalls vorliegenden Machbarkeitsstudien zur Seilbahn und zur Stadtbahn könne dann „fundiert entschieden werden, für welche Maßnahmen in eine vertiefende Planung eingestiegen werden soll“, ist darin zu lesen.

Die südliche Unterführung könnte kürzer werden

Erste Ideen gibt es bereits. Sie stammen aus der einstigen Bürgerbeteiligung für die Gestaltung des Aurelis-Areals. Die südliche Unterführung bildet den Hauptzugang zu den Bahnsteigen, der Stadtbahn und dem Busbahnhof und ist außerdem eine wichtige Verbindung zum Synergiepark und in die Ortsmitte. Der Zugang an der Industrie-/Liebknechtstraße soll im Zuge der langfristig geplanten Neuordnung umgestaltet werden. So könnte die Unterführung um etwa 45 Meter zurückgebaut und stattdessen ein neuer Platz gestaltet werden. Die einst geplante Aufweitung des Querschnitts unter den Gleisen soll aus Kostengründen nicht weiterverfolgt werden. Die Barrierefreiheit müsse gewährleistet werden. Der Zugang an der Vollmoellerstraße in Richtung Busbahnhof sei nicht Teil der Machbarkeitsstudie, schreibt die Verwaltung.

Die nördliche Unterführung könnte länger werden

Die nördliche Unterführung an der Filderhof-/Scharrstraße biete sich „als sinnvolle Option für einen weiteren Zugang zum Synergiepark und zum künftigen Regionalbahnhalt an“. Eine Verlängerung bis zu dessen Bahnsteig wäre möglich.

Doch wer zahlt? Das Land sehe darin eine städtische Aufgabe, weil die Verlängerung „verkehrlich nicht notwendig“ sei. Fest steht nur, dass der Regionalbahnhalt so gebaut wird, dass eine spätere Verlängerung der Unterführung noch möglich ist. In der Machbarkeitsstudie geht es also um eine Verlängerung der Unterführung um etwa 30 Meter und einen neuen Zugang von der städtischen Fläche am Synergiepark sowie einer optionalen Anbindung an den Regionalbahnhalt. Und auch hier müssen die Kapazitäten erweitert und die Barrierefreiheit sichergestellt werden.

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