Blitze zuckten in der Nacht zum Sonntag über Stuttgart und der Region. Foto: dpa/Symbolbild

In der Nacht zum Sonntag zog wieder eine Gewitterfront über Stuttgart und die Region hinweg. Dabei schlugen Blitze in Häuser ein, der Schaden insgesamt hielt sich aber in Grenzen.

Region Stuttgart - Rund 165.000 Euro Schaden sind die Bilanz des Gewitters, das in der Nacht zum Sonntag über Teilen der Region Stuttgart wütete.

Besonders heftig fiel das Gewitter im Rems-Murr-Kreis aus. Hier schlug laut Polizeibericht gegen 1.30 Uhr ein Blitz in den Dachstuhl eines Hauses in der Brucknerstraße in Allmersbach im Tal ein, der Dachstuhl fing Feuer. Die alarmierte Feuerwehr hatte die Flammen erst gegen 3 Uhr gelöscht. Verletzte gab es keine, der 60-jährige Bewohner des Hauses konnte sich in Sicherheit bringen. Der Schaden: Rund 150.000 Euro. In Leutenbach fiel ein großer Ast auf eine Werkshalle, auch hier war die Feuerwehr im Einsatz.

Auch im Kreis Göppingen schlug ein Blitz ein - in den Dachstuhl eines Hauses in der Oberböhringer Straße in Geislingen an der Steige. Hier kam es aber zu keinem offenen Brand, der Schaden belief sich auf rund 15.000 Euro.

Die Kreise Ludwigsburg, Böblingen und Esslingen blieben vom Gewitter verschont. "Wir hatten zwar starken Regen, aber keine witterungsbedingten Schäden", sagte ein Sprecher der Polizei in Esslingen.

Für Stuttgart hatte am Abend kurzzeitig eine Unwetterwarnung bestanden - die Polizei ließ die leichten Zelte auf dem Kirchentag abbauen. Zu einem Unwetter kam es aber nicht. "Das ging an uns vorüber", sagte ein Sprecher der Polizei aus der Landeshauptstadt.

Im Kreis Karlsruhe laufen Keller voll

In Bretten im Kreis Karlsruhe gingen in der Nacht zum Sonntag innerhalb von zwei Stunden mehr als 100 Liter pro Quadratmeter Regen nieder. Laut Feuerwehr liefen insgesamt etwa 400 Keller voll. Das Regenwasser überschwemmte Senken der Innenstadt unter anderem mit Schlamm aus den umliegenden Äckern, unterspülte mehrere Straßen und brachte Wasserleitungen zum platzen. Mehrere Autos wurden beschädigt. Die Schadenssumme war am Sonntag unklar. Menschen wurden nicht verletzt.

Die Unwetterfront startete laut Deutschem Wetterdienst (DWD) am späten Samstagabend vom Oberallgäu aus und bahnte sich ihren Weg zum Südschwarzwald. Durchschnittlich regnete es 25 Liter pro Quadratmeter, es war auch Hagel dabei.

Im Kreis Aalen schlugen Blitze in Dachstühle ein. In Ulm hatte der Regen Schotter unter einer Straßenbahnlinie hinausgespült, die Züge konnten nicht mehr fahren. Ein Schienenersatzverkehr wurde eingerichtet.

Für Sonntagabend sagte der DWD erneut schwere Gewitter voraus. Die neue Woche soll dann mit einem Sonne-Wolken-Mix und 25 Grad beginnen.

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