Stufenlos soll man künftig in Kornwestheim in die S-Bahnen einsteigen können. Foto: Imago/Arnulf Hettrich

Ab 2028 werden Bahnsteige an dem Personenbahnhof im Kreis Ludwigsburg umgebaut. Der Einstieg in die S-Bahn soll ebenerdig funktionieren. Auch an andere Züge wird gedacht.

Das Ein- und Aussteigen aus S-Bahnen soll künftig einfacher gelingen in Kornwestheim. Der Verband Region Stuttgart hat nun Umbaumaßnahmen zugestimmt, die dies ermöglichen sollen.

 

Für voraussichtlich insgesamt 15 Millionen Euro sollen die Mittelbahnsteige an den Gleisen 3 (Fahrtrichtung Stuttgart), 4 (Fahrtrichtung Ludwigsburg) und 5 auf 96 Zentimeter über der Schienenoberkante ausgebaut werden, um das Einstiegsniveau der S-Bahnen zu erreichen.

Zusätzlich sollen an Gleis 5 im Ausnahmefall auch längere Züge des Landesverkehrs halten können. Das erfordert eine Baulänge von 220 Metern. Üblich für die S-Bahn sind 210 Meter. Der Verband Region Stuttgart trägt die nicht von der Deutschen Bahn sowie vom Land geförderten Kosten von rund maximal 6,8 Millionen Euro.

S-Bahnfahren ab Kornwestheim soll barrierefreier werden. Foto: Werner Kuhnle

Ähnliches wurde für die Station Zuffenhausen beschlossen. Kostenpunkt dort: 5,6 Millionen Euro. Die Umsetzung der Maßnahmen an den beiden Haltestellen soll 2028 beginnen, ebenso in Leonberg.

Aktuell sind von den 83 S-Bahn-Stationen noch 28 nicht barrierefrei. Damit das Ziel der Barrierefreiheit erreicht werden kann, müssen für alle umzubauenden Stationen mehrere Vertragswerke geschlossen werden: Zum einen Planungsvereinbarungen für die Leistungsphasen, zum anderen Realisierungs- und Finanzierungsverträge für die zukünftigen Leistungsphasen und die dazugehörigen Bauleistungen.

Dem Realisierungs- und Finanzierungsvertrag für die Stationen Kornwestheim und Zuffenhausen hat der Verkehrsausschuss zugestimmt, der Realisierungs- und Finanzierungsvertrag für Leonberg wurde bereits in einer früheren Sitzung beschlossen. Von den Gesamtkosten trägt die Deutsche Bahn jeweils zehn Prozent.