Sozialkredit-System in China: Auf einer Tafel sind Geldbeträge abgebildet, die Kinder ihren Eltern gegeben haben. Das wird mit Punkten belohnt. Foto: Andreas Landwehr Foto: dpa

Die Idee des umstrittenen chinesischen Sozialpunkte-Systems stößt in Deutschland nicht nur auf Ablehnung. Jeder Fünfte würde es begrüßen, wenn der Staat Informationen zu einzelnen Personen sammelt.

Düsseldorf - Die Idee des umstrittenen chinesischen Sozialpunkte-Systems stößt in Deutschland nicht nur auf Ablehnung. Jeder Fünfte würde es begrüßen, wenn der Staat Informationen zu einzelnen Personen sammelt.

Gut zwei Drittel (68 Prozent) wären allerdings dagegen, wie aus einer am Donnerstag veröffentlichten Studie der Versicherungsgruppe Ergo hervorgeht.

Das chinesische Sozialkreditsystem soll regelkonformes und von der Regierung erwünschtes Verhalten zum Beispiel mit günstigeren Krediten sowie anderen Vorteilen belohnen. Dagegen soll es für Fehlverhalten wie das Überqueren einer Ampel bei Rot Negativpunkte geben. Die Einhaltung von Regeln soll zum Teil automatisiert mit Kameras und Software überwacht werden.

In der Umfrage war die Zustimmung für das System am höchsten in der Altersgruppe der 18- bis 30-Jährigen mit 23 Prozent. Bei den mehr als 50-Jährigen sank sie auf 18 Prozent.

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