Carles Puigdemont bei seiner Rede vor dem Parlament. Foto: AP

Der katalanische Regionalpräsident Carles Puigdemont hat die Unabhängigkeitsbestrebungen Kataloniens untermauert, eine Abspaltung von Spanien aber noch nicht explizit ausgerufen.

Barcelona - Der Chef der katalanischen Regionalregierung, Carles Puigdemont, hat bei seiner Rede vor dem Parlament in Barcelona die Zentralregierung in Madrid heftig kritisiert. Diese habe jeden Versuch des Dialogs von Seiten Kataloniens abgelehnt: „Die Antwort war immer eine radikale und absolute Weigerung, kombiniert mit einer Verfolgung der katalanischen Institutionen“, sagte Puigdemont. An alle Spanier gerichtet fügte er hinzu: „Wir sind keine Verbrecher, keine Verrückten, keine Putschisten.“

Außerdem untermauerte er die Unabhängigkeitsbestrebungen Kataloniens, eine Abspaltung von Spanien aber noch nicht explizit ausgerufen. Die katalanische Bevölkerung habe sich bei dem Referendum am 1. Oktober für eine Unabhängigkeit ausgesprochen, doch er schlage dem Parlament vor, zunächst einige Wochen zu warten und in den Dialog zu treten, sagte Puigdemont am Dienstag in einer Rede vor dem Regionalparlament in Barcelona.

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