Springerstiefel eines Rechtsradikalen: In Deizisau soll ein Rechtsextremist einen jungen Mann mit Fäusten und Tritten traktiert haben. Foto: dpa

Eine Vertrauensperson der Polizei identifiziert vor dem Heilbronner Landgericht einen Rechtsradikalen als Schläger. Der wird – wie der mutmaßliche NSU-Unterstützer Ralf Wohlleben – von der Szeneanwältin Nicole Schneiders verteidigt.

Heilbronn - Mit einer Überraschung wurde am Montag vor dem Heilbronner Landgericht das Berufungsverfahren eines jungen Mannes aus der rechtsextremen Szene vertagt: Eine Vertrauensperson der Polizei identifizierte den Angeklagten als Schläger.

Staatsanwälte werfen dem im Raum Ludwigsburg lebenden Malte H. vor, im Mai 2014 in Deizisau (Landkreis Esslingen) einen heute 25-jährigen überfallen und mit Faustschlägen und Fußtritten ins Gesicht und an den Körper traktiert zu haben. Ein Ermittler informierte jetzt die Richterin über den Tipp des Polizeispitzels.

In einem ersten Verfahren hatte das Amtsgericht Besigheim den von der Juristin Nicole Schneiders vertretenen Elektroniker im Februar 2015 für schuldig befunden. Die Anwältin verteidigt auch den mutmaßlichen NSU-Unterstützer Ralf Wohlleben vor dem Oberlandesgericht München.

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