Weltweite Trauer über die Terroropfer von Sri Lanka – hier in Islamabad Foto: AFP

Sri Lanka ist in Stuttgart mit einem Honorarkonsul vertreten: Norbert H. Quack, setzt sich seit 1992 für die Belange des Inselstaats ein und hat in dieser Zeit vieles erlebt. Die neueste Entwicklung – der Terror vom Ostersonntag – schockiert ihn zutiefst.

Stuttgart - Entsetzt über die Bombenanschläge auf Kirchen und Hotels in Sri Lanka hat sich Honorakonsul Norbert H. Quack in Stuttgart gezeigt. „Dieser Terror kommt überraschend und hat bei mir große Betroffenheit ausgelöst“, sagte der 71-Jährige am Ostermontag unserer Redaktion. Nach dem langen Bürgerkrieg (1983-2009) zwischen tamilischen Rebellen und der von Singhalesen dominierten Zentralregierung in Colombo komme das Land jetzt wieder in eine schwierige Situation, erklärte Quack, der den Inselstaat seit 1992 als Honorarkonsul in Baden-Württemberg und im Saarland vertritt. „Das Land hat viel überwunden; in einem Monat ist es zehn Jahre her, dass der Bürgerkrieg vorbei ist.“ Man könne nur hoffen, dass das Ausland der demokratischen Regierung in Colombo den Rücken stärke. Im Konsulat in Stuttgart seien erste Solidaritätsbekundungen eingegangen.

Wie werden Touristen reagieren?

Quack, der in Stuttgart als Rechtsanwalt tätig ist und zuletzt im November Sri Lanka besucht hat, betonte, die verschiedenen Religion – Buddhisten, Hindus, Muslime, Christen – hätten dort lange friedlich zusammengelebt. Die Folgen der Anschläge vom Ostersonntag seien schwer abzuschätzen. Er werde am Dienstag mit dem srilankischen Botschafter in Berlin telefonieren. Gleichzeitig gab er der Hoffnung Ausdruck, dass Touristen sich unter dem Eindruck der Attentate nicht von Sri Lanka als Reiseland abwenden werden.

Für sein Engagement nach dem verheerenden Tsunami, der Sri Lanka 2004 heimgesucht hatte, ist Quack 2011 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet worden. In Baden-Württemberg leben zahlreiche ehemalige Bürger von Sri Lanka, meist Tamilen.

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