Bald sollen Tattoos auf dem Unterarm auch für baden-württembergische Polizisten erlaubt sein. Foto: dpa

Polizisten im Land dürfen sich bald Tattoos stechen lassen, die nicht von der Uniform verdeckt werden. Das kündigte das Stuttgarter Innenministerium an. Auf Facebook haben wir das Thema zur Diskussion freigegeben. Die User sind geteilter Meinung.

Stuttgart - Dürfen sich Polizisten in Baden-Württemberg bald auch Tattoos stechen lassen, die nicht von der Uniform verdeckt werden? Geht es nach dem Stuttgarter Innenministerium, soll diese Regelung bald eingeführt werden. Wir haben die User auf Facebook gefragt, wie sie zu sichtbaren Tattoos bei Polizisten im Land stehen. In über hundert Kommentaren auf Facebook, die unter dem geposteten Artikel stehen, wird eines deutlich: das Thema hat Diskussionspotenzial.

Viele User stören sich an der Idee eines tätowierten Polizisten. Dieser User setzt einen Uniformierten mit Körperbemalung einem Kriminellen gleich:

Auch diese zwei Facebook-Kommentare gehen in dieselbe Richtung:

Lukas Felder würde die Entscheidung eines Tattoos, das nicht von der Dienstkleidung verdeckt wird, vom Motiv abhängig machen:

Nicht alle User sind gegen den Körperschmuck: User Torsten Gschwendtner findet die Regelung des Innenministeriums gut, weil es seiner Meinung nach vieles für die Beamten im Arbeitsalltag vereinfachen würde.

Ähnlich sieht es auch User Alexander Nedele:

Innerhalb der Diskussion bei Facebook kommen auch Fragen auf. Rina Uchiha merkt an, dass ein Tattoo den Polizisten auch enttarnen könne:

Gaby Kipf geht darauf ein, in dem sie schreibt: „Der muss sich sowieso zu erkennen geben und auf Verlangen auch Name und Dienstnummer preisgeben. Da kann der sich sonst noch was stechen lassen.“ Alexander Hasenfratz wirft ein, dass Spezialeinheiten in der Regel komplett angezogen seien und man aufgrund von Sturmhaube und langer Kleidung nichts erkennen könne.

Einige hinterfragen aber auch die gesamte Diskussion um Polizisten, die sich sichtbare Tattoos stechen lassen. Rosella Bettarini schreibt, dass man in anderen Ländern bereits viel weiter sei:

Matthias Heisenberg Wendt sieht das große Ganze und bemängelt, dass die Politik sich nicht um die wirklichen Probleme der Polizei kümmere.

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