Das Ehepaar Michael und Veronika Kienzle kritisiert Partytouristen. Foto: Lichtgut

Das Ehepaar Veronika und Michael Kienzle lebt und arbeitet in der Innenstadt Stuttgarts. Dass sie das Verhalten der Partytouristen in der City kritisieren, stößt auf Zustimmung, aber auch auf Kritik.

Stuttgart - Das Ehepaar Veronika und Michael Kienzle lebt und arbeitet in der Stuttgarter Innenstadt - sie als Bezirksvorsteherin von Stuttgart-Mitte, er als Vorstand der Stiftung Geißstraße. Für zahlreiche Reaktionen unter den Lesern unserer Zeitung sorgte ein Interview, in dem sie über die Zustände in der Innenstadt sprechen.

Veronika und Michael Kienzle kritisieren, dass Tagesbesucher aus der Region nach Stuttgart kommen, sich betrinken, daneben benehmen und dann wieder nach Hause fahren. Manche Leser haben ähnliche Erfahrungen gemacht und stimmen dem Ehepaar zu. Sie kritisieren ebenfalls versiffte Nachtlokale, vermüllte Straßen und Menschen, die in betrunkenem Zustand an Hauswände oder Bäume pinkeln.

Davon, dass es sich bei den Störenfrieden häufig um Menschen aus der Region und nicht um Stuttgarter Einwohner handelt, sind die Befürworter überzeugt. Denn schließlich beschmutze man nicht das eigene Viertel, so die Leser.

 
 
 
 
 
 

Ein Großteil der Leser reagiert allerdings mit Unverständnis auf die Aussagen von Veronika und Michael Kienzle. Manche finden die Argumente der Beiden beleidigend.

 
 

Andere halten die Aussagen in dem Interview für spießig. So argumentiert beispielsweise Markus Müller, dass das Nachtleben auch zur Lebensqualität beitrage. Helga Kurz fragt dagegen ironisch, was die Konsequenzen aus der Kritik an den Stuttgart-Besuchern sein soll: "Mauer um die Stadt und Zugangskontrollen?" Andere Leser sehen dagegen die Stadt in der Pflicht, für ein sauberes Stuttgart zu sorgen.

 

 
 
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