Sven Mislintat sendet ein klares Signal gegen Diffamierung und Ausgrenzung. Foto: Baumann

Nach dem Eklat um den Hoffenheimer Mäzen Dietmar Hopp hat auch der VfB Stuttgart Position bezogen. So verurteilt der Sportdirektor Sven Mislintat die Vorkommnisse scharf – und fordert eine Reaktion aller Proficlubs.

Stuttgart - Nach den Beleidigungen gegen den Hoffenheimer Mäzen Dietmar Hopp sieht der VfB-Sportdirektor Sven Mislintat den Profifußball unter Zugzwang. Zudem verurteilt Mislintat die Entwicklungen in einigen Fankurven in den vergangenen Wochen aufs Schärfste. „Diffamierung und Ausgrenzung aufgrund von Herkunft, Kultur und Religion hat im Fußball nichts zu suchen“, sagt Mislintat: „Ich finde es wichtig, dass wir als Clubs alle notwendigen Zeichen setzen, die wir überhaupt aussenden können.“

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Die Schmähungen der letzten Wochen gegen Dietmar Hopp, aber auch andere Hass-Plakate haben dem Stuttgarter Sportdirektor zu denken gegeben: „Wir müssen in der heutigen Gesellschaft extrem aufpassen, in welche Richtung sich das Ganze bewegt. Im Moment ist es von der Tendenz her nicht so, dass wir das gut finden.“

Für die Heimspiele des VfB behält sich Sven Mislintat auch drastische Maßnahmen vor. Um möglicherweise zu zeigen, dass es so nicht weitergeht. „Wenn es in der Cannstatter Kurve künftig Hassplakate geben sollte, müssten wir das bewerten. Auch unter dem Gesichtspunkt: Ist das nur ein Idiot – oder sind es mehrere?“, sagt der 47-Jährige – und fügt hinzu: „Reaktionen in der Art, dass wir als Mannschaft den Platz verlassen, sind dann auch vorstellbar.“

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