Thomas Bareiß (CDU) erntet Widerspruch zu seinen Aussagen zum Feinstaub. Einiges stimme nicht, sagen Umweltverbände. Foto: Datei

Der CDU-Wirtschaftspolitiker und Bundestagsabgeordnete Thomas Bareiß wirft Land und Bund vor, sie redeten Zwangsmaßnahmen gegen die Feinstaubbelastung das Wort. Die Umweltverbände widersprechen dem CDU-Politiker aus Baden-Württemberg.

Stuttgart - Mit scharfer Kritik haben Umweltverbände auf die Aussagen des CDU-Wirtschaftspolitikers Thomas Bareiß in dieser Zeitung zum Feinstaubalarm reagiert. „Es ist unverantwortlich, die Gefährdung der Gesundheit der Bürger durch zu hohe Feinstaub- und Stickstoffdioxidemissionen wegzureden“, sagte Sylvia Pilarsky-Grosch, Landesgeschäftsführerin des BUND. Matthias Lieb, Landesvorsitzender des Verkehrsclub Deutschland, kritisierte, dass die Politik versuche, die Autoindustrie vor zu strengen Grenzwerten zu schützen – statt die Bürger vor Gesundheitsgefahren.

Aussagen widersprochen

Bareiß hatte gesagt, dass „die Abgasemissionen des Autoverkehrs sechs Prozent der Feinstaubbelastung ausmachen“. Dem widersprechen die Umweltverbände. Der Autoverkehr sei Hauptverursacher der Feinstaub- und Stickoxidprobleme in Städten, so Lieb. Auch im baden-württembergischen Verkehrsministerium rief das Interview Widerspruch hervor. In einem Brief an den Bundestagsabgeordneten führte Amtschef Uwe Lahl aus: „Ihre Vermutung, der Vekehr wäre für die Feinstaubbelastung in Stuttgart unerheblich, lässt sich leider nicht untermauern.“

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