Der Zuffenhausener Autohersteller kommt nicht zur Ruhe. Foto: dpa

Die Ermittlungen bei Porsche belasten den Start ins Zeitalter der Elektromobilität, meint Harry Pretzlaff.

Stuttgart - Porsche kommt nicht zur Ruhe. Schon im April des vorigen Jahres gab es eine Razzia wegen eines Betrugsverdachts im Zusammenhang mit dem Abgasskandal, im Juni folgte dann eine Razzia, weil die Angaben für das Finanzamt nicht sauber waren, nun gab es erneut groß angelegte Durchsuchungen, weil es unter anderem offenbar den Verdacht gibt, dass der frühere Betriebsratsvorsitzende Uwe Hück eine unverhältnismäßig hohe und ungerechtfertigte Vergütung erhalten haben soll. Gemunkelt wurde schon lange, dass Hück sehr gut verdiente. Doch es gab keine Belege.

Die Ermittlungen laufen zu einem heiklen Zeitpunkt

Sollte sich der Verdacht erhärten, könnte dies bedeuten, dass sich Manager der Untreue strafbar gemacht haben, weil sie zu hohe Zahlungen genehmigt haben. Und es wirft die Frage auf, ob es einen Zusammenhang zwischen diesen Ermittlungen und dem plötzlichen Ausscheiden des Betriebsratschefs gibt, der im Februar Knall auf Fall alle Ämter niedergelegt hat, um in die Politik zu gehen.

All diese Ermittlungen laufen zu einem heiklen Zeitpunkt. Eigentlich müsste man sich bei dem Zuffenhausener Autohersteller mit voller Kraft auf den Start ins Zeitalter der Elektromobilität konzentrieren, doch nun wirft die Bewältigung der Vergangenheit einen dunklen Schatten auf dieses Zukunftsprojekt.

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