Dieses von der Japan Aerospace Exploration Agency (JAXA) zur Verfügung gestellte computeranimierte Bild zeigt das japanische unbemannte Raumschiff „Hayabusa2“. Foto: dpa

Erleichterung im Kontrollzentrum der japanischen Raumfahrtbehörde: Der Raumsonde „Hayabusa2“ ist die Landung auf einem fernen Asteroiden gelungen. Damit geht die spannende Mission, an der auch deutsche Wissenschaftler beteiligt sind, erfolgreich in die nächste Phase.

Tokio - Die japanische Raumsonde „Hayabusa2“ ist in rund 340 Millionen Kilometern Entfernung von der Erde erfolgreich auf dem Asteroiden Ryugu gelandet. Das gab die japanische Raumfahrtbehörde Jaxa am Freitag bekannt. Die unbemannte Sonde soll Material von der Oberfläche einsammeln. Zu diesem Zweck feuerte „Hayabusa2“ einen kleinen Sprengsatz ab, um einen künstlichen Krater zu formen.

Dabei soll die Sonde Material von dem Asteroiden aufnehmen. Es werde jedoch noch einige Tage dauern, bis bestätigt werden könne, ob die ersten Proben wie geplant eingesammelt werden konnten. Die Forscher wollen mit der Mission den Ursprüngen des Sonnensystems auf die Spur kommen.

Rückkehr zur Erde Ende 2020

Ende nächsten Jahres soll die Sonde dann zur Erde zurückkehren. Ihr Vorgänger-Modell hatte bereits 2010 weltweit erstmals Bodenproben eines Asteroiden zur Erde gebracht. „Hayabusa2“ startete im Dezember 2014 in Japan und erreichte nach fast vier Jahren im All Ende Juni vergangenen Jahres ihr Ziel.

Ein vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und der französischen Raumfahrtagentur CNES entwickelter Lander namens „Mascot“ war im Oktober auf Ryugu gelandet und hatte diesen Stunden lang erkundet – bis seine Batterie erlosch.

Lander bleibt auf Asteroiden Ryugu

Die von „Mascot“ gesammelten Daten könnten wichtige Erkenntnisse über die Entstehung unserer Erde und zur Abwehr von Asteroiden-Einschlägen liefern. Während „Mascot“ auf Ryugu bleibt, geht die Mission der Sonde „Hayabusa2“ nun weiter. Ryugu steht für den Unterwasserpalast eines Drachenkönigs aus der japanischen Überlieferung.

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