„Dieser Jägerin gehören sofort Waffe und Jagdschein weggenommen“, forderte Soko-Tierschutz-Sprecher Friedrich Mülln (Symbolbild). Foto: imago images/Countrypixel

Schreckliche Videoaufnahme aus der Nähe von Augsburg: Eine Jägerin soll eine in einer Lebendfalle gefangene Hauskatze mit mehreren Kopfschüssen getötet haben. Der bayerische Jägerverband hat eine Prüfung des Vorfalls angeordnet.

Augsburg - Der bayerische Jägerverband hat nach dem Auftauchen von Videomaterial, auf dem das Erschießen einer Katze zu sehen sein soll, eine Prüfung des Vorfalles angeordnet. „Die Grundlage für unsere Jagd ist die Achtung vor der Schöpfung“, sagte der bayerische Jägerpräsident Ernst Weidenbusch am Sonntag. „Das, was in den Videos über die Tötung der Hauskatze zu sehen ist, ist nicht tierschutzkonform, nicht waidgerecht und deshalb für uns nicht hinnehmbar“, betonte er.

Die Tierschutzorganisation Soko Tierschutz hatte den Vorwurf veröffentlicht, eine Jägerin habe sich im Dezember in der Nähe von Augsburg einer in einer Lebendfalle gefangenen Hauskatze genähert und diese mit mehreren Kopfschüssen aus einer Pistole getötet. In einer Videoaufnahme des Vorfalls schien das Tier zu leiden, nachdem die ersten Schüsse nicht tödlich gewesen zu sein schienen.

Tierschützer erstatten Anzeige

„Dieser Jägerin gehören sofort Waffe und Jagdschein weggenommen“, forderte Soko-Tierschutz-Sprecher Friedrich Mülln. Die Tierschützer hätten Anzeige erstattet. Das Schicksal der Katze stehe stellvertretend für Hunderttausende Katzen in Deutschland, die in Lebendfallen gerieten.

Der Bayerische Jagdverband habe den sogenannten Jägerausschuss von Schwaben gebeten, den Vorfall genau zu untersuchen und gegebenenfalls ein Verfahren wegen Verstoßes gegen die Grundsätze der deutschen Weidgerechtigkeit nach dem Bundesjagdgesetz einzuleiten, teilte der Jägerverband weiter mit. „Der Jägerausschuss empfiehlt in einem solchen Fall den Behörden, dass der Jägerin der Jagdschein entzogen wird“, hieß es in der Mitteilung weiter.

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