Die „hübschesten Sportler von Winnenden“ in Aktion. Foto: Gottfried Stoppel

Beim diesjährigen Rathaussturm in Winnenden hat Oberbürgermeister Hartmut Holzwarth in einem närrischen Wettkampf seine sportlichen Fähigkeiten unter Beweis gestellt.

Winnenden - Nehmet se doch die zwoi andere au mit nach Südkorea“, forderte Dunja Anessiadis von den Winnender Querköpf den Sieger der diesjährigen Rathaussturm-Spiele, Hartmut Holzwarth, auf. Seit mehr als 13 Jahren stürmen die Mitglieder der Guggenmusik-Truppe „Winnender Querköpf“ am schnutzigen Donnerstag das Rathaus, nehmen dem Oberbürgermeister symbolisch den Rathausschlüssel ab und lassen die Stadtoberen in närrischen Spielen gegeneinander antreten. Neben OB Hartmut Holzwarth konnten in diesem Jahr der Erste Bürgermeister Norbert Sailer sowie der Leiter des Kulturamts Andreas Hein ihre sportlichen Fähigkeiten unter Beweis stellen.

Ein sportlicher Wettkampf vor dem Rathaus

Im vergangenen Jahr hatte Dunja Anessiadis dem Rathauschef eine Aufgabe mit auf den Weg gegeben: „Ihr macht uns einen Querkopf aus Pappmaché, der dann nächstes Jahr hier aufgestellt wird“, forderte sie damals. Daran erinnert, musste der gerade wiedergewählte Oberbürgermeister zugeben, dass er die Aufgabe leider nicht erfüllen konnte, da sie einfach zu schwer gewesen sei. Nachdem das Athleten-Trio mit diesem Geständnis den lautstarken Unmut der rund 300 teils verkleideten Narren erregt hatte, ging es auf in den Kampf, um das Wohlwollen der bei Minusgraden ausharrenden Faschingsgesellschaft zu erringen.

Geschmückt mit einer weißen Toga und einem goldenen Lorbeerkranz, mischten sich die drei Kandidaten zunächst unters Volk, bevor sie beim Skislalom auf unbeschneiten Pflastersteinen ihrer chaotischen Seite freien Lauf ließen. Während Hartmut Holzwarth sich mit den angeschnallten Skiern abmühte, ließ Norbert Sailer seine Bretter einfach liegen und wandelte elegant ohne dieses Handicap durch die Slalomstangen. Andreas Hein warf sich seine Skier einfach über die Schulter und absolvierte den Parcours zu Fuß. In dem mittlerweile immer heftiger gewordenen Konfettiregen schleuderten die drei dann in ihrer zweiten Disziplin mit ihren Bobs wild von rechts nach links zur Musik der „Winnender Querköpf“.

Graziler Tanz mit Hebefigur begeistert die Narren

Das absolute Highlight stand den Narren auf dem Santo-Domingo-de-la-Calzada-Platz vor dem Rathaus allerdings noch bevor. In schillernden Tanzbodys schwebten der Erste Bürgermeister und sein Kulturamtschef über die Bühne und krönten ihren grazilen Tanz mit einer gefährlich anmutenden Hebefigur, bei der sie den mittlerweile zur Dame mit blonder wallender Mähne verwandelten Oberbürgermeister elegant einige Zentimeter vom Boden empor hoben. Sichtlich abgekämpft fanden sich die drei Stadtathleten schließlich nach einer Stunde sportlicher Betätigung auf dem Siegertreppchen wieder. „Ihr seid die hübschesten Sportler aus Winnenden“, lobte Dunja Anessiadis das dynamische Trio, bevor sie Hartmut Holzwarth zum Sieger der Qualifikation kürte und ihm das Ticket nach Südkorea übergab.

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