Diese Werbung auf der Seite von H&M löste eine Welle der Empörung aus. Foto: H&M

Die Modekette H&M hat sich nach Rassismusvorwürfen für ein Werbefoto entschuldigt. Auf dem Bild war ein farbiger Junge mit einem Pulli abgebildet. Das Kleidungsstück hatte die Aufschrift „coolest monkey in the jungle“.

Stockholm - Die schwedische Modekette H&M hat mit einer als rassistisch empfundenen Werbung für Empörung gesorgt. Auf der Website des Labels war auch am Montag noch vorübergehend ein kleiner farbiger Junge in einem grünen Kapuzen-Pulli abgebildet, der den Schriftzug „Coolest Monkey in the Jungle“ (Coolster Affe im Dschungel) zeigte.

Das Unternehmen zog die Werbung nach heftiger Kritik später zurück und entschuldigte sich. Die Modebloggerin Stephanie Yeboah schrieb bereits am Sonntag: „Wessen Idee war das bei @hm, diesen kleinen schwarzen Jungen zu zeigen, der einen Pullover mit der Zeile ‚coolest monkey in the jungle’ trägt?“ Es sei doch hinlänglich bekannt, dass „Affe“ eine verbreitete „rassistische Verunglimpfung“ für Farbige sei. H&M entschuldigte sich „bei jedem, den dies verletzt hat“. Ein Foto des Kapuzen-Pullis ohne den Jungen stand weiterhin online.

Auch Werbeskandale bei Zara und Dove

In den vergangenen Jahren hatten Konzerne mehrfach Werbeskandale ausgelöst: 2014 musste das Modelabel Zara einen gestreiften Schlafanzug mit gelbem Stern zurückziehen, der an die Kleidung jüdischer Häftlinge in NS-Konzentrationslagern erinnerte. Im vergangenen Oktober sah sich die Pflegeprodukte-Marke Dove zu einer Entschuldigung veranlasst, nachdem in einer Werbung ein farbiges Model nach dem Wechsel seines Tops in ein weißes mutiert war.

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