US-Rapper Snoop Dogg nach dem Killesberg-Konzert als DJ im „Pure“ in der Friedrichstraße Foto: Thomas Niedermüller

Nach seinem knapp 50-minütigen Auftritt auf der Freiluftbühne Killesberg ging die Party in der Nacht zum Mittwoch weiter – oder erst richtig los. Hip-Hop-Star Snoop Dogg legte im Club Pure an der Friedrichstraße für geladene und zahlende Gäste auf.

Stuttgart – Unter anderem feierten Model Mia Gray und ihr Freund, der Sänger Oliver Kobs, mit. Am DJ-Pult war der US- Rapper, der sich für die Legalisierung von Marihuana einsetzt, von weißen Nebelschwaden umhüllt.

Beim Konzert auf dem Killesberg hatten die Warnungen der Veranstalter vor Polizeikontrollen Wirkung gezeigt. Da war der 43-Jährige ohne rauchendes Beiwerk im Mund aufgetreten.

VIPs zahlten bis zu 800 Euro

Die Polizei meldete bei den Fans 76 Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz, beschlagnahmte 78 Joints und musste den Weg freimachen für den Tourbus, der von enttäuschten Besuchern umzingelt war.

Snoop-Fans, die sowohl auf dem Killesberg als auch im Pure waren, behaupten, im Club sei er vor 300 Gästen viel besser gewesen. Für Edel-Vips gab’s einen abgesperrten Bereich, für den manche 800 Euro zahlten.

"No guys – only bitches"

Als der Rapper eine halbe Stunde nach Mitternacht gehen wollte, mussten alle aus den Logen raus – der Weg des Stars führte durch diesen Bereich. Dann erging die Order eines Snoop-Begleiters: „No guys – only bitches.“ Männer seien unerwünscht – nur „bitches“ dürften rein. Der Begriff ist in der Hip-Hop-Szene verbreitet und mit „Schlampe“ noch am harmlosesten übersetzt.

Der Rapper selbst wurde laut Polizei nicht auf Drogen durchsucht. Die Beamten fanden im Tourbus „geringe Mengen Marihuana und Haschisch“, die sie aber „niemanden zuordnen“ konnten.

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