Sicherheitskräfte im Freibad: Das soll bald in Stuttgart die Regel sein. Foto: Lichtgut

Nach Tumulten im Untertürkheimer Inselbad ziehen die Stuttgarter Bäderbetriebe Konsequenzen. Es sollen Security-Leute engagiert werden. Auch im Blick auf die stetig steigenden Besucherzahlen soll sich etwas tun.

Stuttgart - Die Stuttgarter Freibäder sollen sicherer werden. Deswegen werde man künftig wieder Sicherheitspersonal zusätzlich zum Bäderpersonal auf den Liegewiesen patrouillieren lassen, sagt Jens Böhm, der Sprecher der Stuttgarter Bäderbetriebe. „Die Situation hat sich verändert, es wird immer aggressiver“, beschreibt er die Zustände. Am Samstag war es so weit, dass das Personal des Untertürkheimer Inselbades die Polizei rufen musste. Drei Jugendliche wurden aggressiv, als sie rausgeworfen werden sollten. Sie hatten verbotenerweise auf der Liegewiese Fußball gespielt. Als der Konflikt sich hochschaukelte, solidarisierten sich andere Badegäste mit den jungen Männern im Alter von 15, 16 und 17 Jahren.

Schon vor diesem Zwischenfall hatte man sich entschieden, in Untertürkheim wieder Security einzusetzen. „Die hatte ausgerechnet am Samstag ihren ersten Tag, als es zu dem Vorfall kam“, sagt Jens Böhm. „Gott sei Dank, wer weiß, wie das ausgegangen wäre, wären die nicht dagewesen“, fügt er hinzu.

Neben der gestiegenen Aggressivität und dem gesunkenen Respekt gegenüber dem Personal – der auch der Weigerung der drei kickenden Jungs zugrunde lag, als sie am Samstag randalierten – haben die Bäder noch ein Problem: Sie sind in diesen Tagen rappelvoll. Das Vaihinger Schwimmbad habe mit 14 682 einen absoluten Rekordtag gehabt. Zum Vergleich: 2018 kam es am besten Tag gerade mal auf 6839 Badegäste. „Wenn das so weitergeht, müssen wir aus Sicherheitsgründen auch über eine Beschränkung beim Zugang nachdenken“, sagt Jens Böhm.

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