Maximilian Trotter (r.) und sein Team freuen sich auf die Herausforderung. Foto: privat

Am 27. Juli starten Hunderte Teams zu einer Rallye quer durch Europa. Um Schnelligkeit geht es nicht; sie transportieren Schulmaterialien an entlegene Orte. Mit dabei ist auch ein junger Mann aus Stuttgart-Degerloch. Im Interview erklärt er, warum er mitmacht – obwohl noch jede Menge Spenden fehlen.

Herr Trotter, was ist die Europ’Raid Charity Rallye genau?

Die Organisatoren der Europ’Raid Charity Rallye haben es sich zur Aufgabe gemacht, Schulen in entlegenen Orten europäischer Länder mit Schul- und Sportmaterialien zu versorgen. Insbesondere in Bosnien und Herzegowina, Albanien, Mazedonien und Bulgarien.

Bei der wohl berühmtesten Rallye, die durch die Wüstenlandschaft Dakar führt, geht es darum, wer als Erster die Ziellinie überquert.

Das ist bei der Europ’Raid Charity Rallye absolut nicht der Fall. Es findet keine Zeitmessung statt, und es ist eine reine Wohltätigkeitsveranstaltung. Jedes Team muss dabei 70 Kilo an Schulmaterialien transportieren.

Klingt alles sehr nobel, aber könnte man die benötigten Materialien nicht einfach an die Bedürftigen schicken oder sie mit einem Lastwagen transportieren?

(Lacht) Nun, ganz uneigennützig ist das Projekt auch nicht. Klar wollen wir helfen, aber es geht auch um den zwischenmenschlichen Austausch der Teilnehmer untereinander und mit den Menschen, denen man auf der Reise begegnet. In Zeiten, in denen mehr Mauern gebaut und politische Beziehungen gekappt werden, ist das wohl die stärkste Botschaft, die wir damit senden.

Eine Wohltätigkeitsveranstaltung lässt sich meist nur mit Spenden von Sponsoren finanzieren. Wie ist das bei euch?

Klar ist, dass wir diese Reise nur mit der Unterstützung von Sponsoren realisieren können. Um die 7000 Euro muss jedes Team dafür einplanen. Sprit, Verpflegung, Verwaltungsgebühren und die angesprochenen Schulmaterialien werden damit finanziert. Den Betrag versuchen wir gerade zu generieren und haben eine Crowdfunding-Kampagne gestartet. Freunde und Familie unterstützen uns, und mit dem Europa-Park Rust haben wir auch den ersten großen Sponsor gefunden.

Klingt nach einem guten Partner, allein der Name passt ja zum Vorhaben.

Das war aber auch nur mit Vitamin B möglich. Der Europa-Park unterstützt uns in der Hinsicht, dass er das benötigte Schulmaterial zur Verfügung stellt und Eintrittskarten, die wir dann im Rahmen einer Tombola verlosen dürfen. Geldbeträge gab es leider keine.

Wie viel von den anstrebten 7000 Euro habt ihr schon zusammen?

Ehrlich gesagt noch fast gar nichts.

Bedeutet, bei geringer Spendenbeteiligung ist das Projekt gefährdet?

Nein, wir wollen auf jeden Fall bei der Rallye mitmachen, und auch wenn das bedeutet, dass wir den bis dahin ausstehenden Betrag aus eigener Tasche finanzieren müssen. Persönlich fände ich es schon cool, wenn das Spritgeld zusammenkommen würde. Bis dato haben wir um die 500 Euro gesammelt.

Wer das Raidrocket-Team mit Geld unterstützen möchte, kann unter diesem Linkspenden.

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